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1 (1869)
Entstehung
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Einleitung.

Einem Bau vergleichbar, an dessen Aufrichtung seit vielenJahrhunderten gearbeitet wird, steht die jetzige Chemie da. Wasan Thatsachen erkannt wurde, gab das Material ab, aus welchemdas Lehrgebäude der Chemie aufgeführt worden ist; spärlich undzerstreut daliegendes Material, wie es in früheren Zeiten ge-boten war, hat sich im Verlauf der Jahrhunderte zu reichlich vor-handenem, zu fast nicht mehr von Einem übersehbarem und stetsnoch sich mehrendem vervielfacht. In der Deutung der That-sachen und in den Ansichten darüber, wie das Material zu ordnenund zum Bau zu verwerthen, in welcher Richtung und in der Ver-folgung welches Grundgedankens der Bau weiter zu führen seihat wiederholt ein Wechsel stattgefunden. Liess einerseits eine'erhebliche Erkenntniss neuer Thatsachen mehrmals die Grund-anschauungen darüber sich ändern, in welcher Richtung und nachwelchem Plane der Bau zu fördern oder umzugestalten sei, so hatandererseits auch wiederholt geniale Erkenntniss, in welcher Weisemit Vortheil für die Wissenschaft gebaut werden könne, zu derErwerbung des dafür nöthigen und passlich sich anfügenden Ma-terials mit Erfolg hingedrängt. Rasch sich folgend sind nament-lich in neuerer Zeit verschiedenartige Auffassungen darüber ge-wesen, welche Grundgedanken in Anwendung dafür kommensollen, das Gebäude in die Höhe oder gar zum Abschlüsse zubringen, ihm Festigkeit zu geben, und den einzelnen Theilen Zu-sammenhang zu sichern. Eine Auffassung nach der anderengewann zahlreiche Anhänger, liess ihr entsprechend ein Stück des

Kopp, Beitr. 7. Gesch. d. Chem.

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