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1 (1869)
Entstehung
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81
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des Wortes Chemie. 81

durch den Letzteren 03 ). Und endlich hat noch der Umstand,dass au der Stelle von Alchemie auch Ärehemie gesprochen undgeschrieben wurde' 14 ), die letztere Form als eine ursprüngliche be-trachten und sie als Ausgangspunkt für die Deutung des Wortesbenutzen lassen; schon um das Ende des löten Jahrhunderts warCoelius Khodiginus 05 ) der Ansicht, dieses Wort sei aus afjyv-qIov %rmeia zusammengezogen, wogegen sich noch Vossius (vgl.S. G5) aussprach; noch in der neueren Zeit wurde eine Deutungdes Wortes Archemie versucht ee ). Auch sonst noch scheint dieseForm zu Variationen der Benennung der Metallveredlungskunstbenutzt worden zu sein, auf welche ich nicht weiter eingehen kann ° 7 ).

Ii:j ) Libavius fahrt unmittelbar nach der in Anmerk. 61 mitgetheiltenStelle fort: Alius, quod salem fusilem putet artis materiam esse, hal chemiamnuncupat, quasi salis f'usoriam dicas. Hoc et Quercetano non disciplicuit.Gegen Quercetanus sprach sich, was diese Ableitung- des Wortes Alchemiebetrifft, Vossius aus; vgl. oben S. 65.

ei ) Infimae Graeciae auctores 'Ag/ii/xüir nuncupant. Patrum quoquo no-strorum aevo Archemia dicebatur et Archemista, sagte Salmasius (Plinia-

nae exercitationes-------P. II, p. 1097). Aber so gewöhnlich war doch bei

den späteren griechischen Schriftstellern die Form a^piflta nicht (mir istüber ihr Vorkommen bei den griechisch schreibenden Alchemisten überhauptNichts bekannt geworden), wie man dies nach dem erwarten könnte, wasA. v. Humboldt (Kritische Untersuchungen Bd. I, S. 511), auf Sal-masius a. e. a. 0. sich berufend, sagt:Man darf nicht vergessen, dass manhei den auctores infimae graecitatis statt aX%i]fiela stets äqxi^ai« findet, undHass sich diese Form des Wortes geraume Zeit hindurch im Mittelalter erhalten bat. Im Französischen schrieb man ehemals arqiiemie (Steph. Thes.)".[Roquefort, Glossaire de la langue Romane, 1808, Vol. I, p. 90; im Proven-zahschen arkemino, bemerkt hierzu Idcler.] -Muss man diese Formdes Wortes der häufigen Vertausohung der Buchstaben l und r zuschreiben,oder haben die Araber ein von ihnen in Aegypten vorgefundenes Wort ara-bisirt?". Dass die neuereu Griechen das Wort Alchemie durch Vertausch des

i mit r corrumpiret hätten, war Lambeok's Ansicht (Commentariorum____

[vgl. Anmerk. 40] L. VI., p.896). Eine auch hier in Erinnerung zu bringendeStelle aus einer dem Albertus Magnus beigelegten Schrift vgl. in An-merk. 61.

68 ) Lud. Coelius Rhodiginus war zu Bovigo 1450 geboren, lehrte zuMailand und Padua, starb am letzteren Orte 1520. Seine Antiquae lectionessind wohl das Werk, in welchem sich die von Vossius bestrittene Ansichtfindet.

Iic ) Es könne aus ars chymiae verderbt sein, meint J. L. Ideler in einer

Bemerkung zu Humboldt's Kritischen Untersuchungen-------Bd. I S. 511.

G7 ) In des Augustinus Bantheus (eines Geistlichen zu Venedig) Schrift

Kopp, Beitr. z. Gesch. d. Chem.

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