Vorrede. Yil
gen und Glauben finden, darzulegen, als dass ich an derStelle der mir unrichtig erscheinenden Behauptungen anderemit gleicher Bestimmtheit aufstellen könnte.
Uebrigens bleibt nicht etwa nur für die Zeit, derenBesprechung die hier gebotenen Beiträge zunächst gewidmetsind, auf dem Gebiete der Geschichte der Chemie Vielesunsicher und manche jetzt noch wiederholte Behauptungzu berichtigen oder anzuzweifeln, sondern auch für spätereJahrhunderte ist die Darstellung, wie diese Wissenschaftsich entwickelte, in ähnlicher Weise erschwert. WelchesDunkel schwebt noch über dem Verfasser der unter Ge-ber's Namen uns überlieferten Schriften, und wie Vielesbleibt da noch in den immer wiederholten Angaben zuberichtigen, auch nach dem, was in neuerer Zeit (The La-boratory, No. 5, p. 71; London 1867) über diesen Gegen-stand bemerkt worden ist. Wie irrig erscheint die bis indie neuere Zeit festgehaltene, auch von mir früher getheiltgewesene Ansicht, dass den im 13ten Jahrhundert mit Che-mie und Alchemie practisch Beschäftigten auch AlbertusMagnus zuzuzählen sei, wenn längere Beschäftigung mitden unzweifelhaft echten Schriften dieses Gelehrten die unterseinem Namen in Umlauf gekommenen alchemistischen Trac-tate mit Bestimmtheit als untergeschoben anerkennen lässt;seine chemischen und alchemistischen Kenntnisse sind ent-schieden mehr die eines Vielbelesenen als die eines Labo-ranten. Welche Zweifel daran, ob die dem RaymundusLullus zugeschriebenen alchemistischen Werke wirklichvon ihm herrühren, sind in neuester Zeit wieder geltend
gemacht worden (Raimundo Lulio, juzgado por simismo-------,
por D. F. Weyler y Laviha; Palma 1866). Wie ungewiss