m
80
C, Gruppe. Aetbylverbindungen.
Auch mit Sauerstoff ist eine Verbindung bekannt: Aethylen-oxyd H 2 C CH. 2 , welches dem Aldehyd CH 3 ~CH0 isomer ist.
3) Die beiden Kohlenstoffatome haften durch dreifacheBindung an einander:
Acelylen CH=CH oder C 2 H 2 .Es entsteht direet aus seinen Elementen, wenn der electriseheFunke zwischen Kohlenspitzen in einer Wasserstoffatmosphäre über-schlägt. Es entsteht ferner, wenn organische Körper einer sehrhohen Temperatur ausgesetzt werden, wenn z. B. Grubengas, Al-kohol, Aether etc durch glühende Röhren geleitet werden; end-lich, wenn organische Körper (Aether, Benzol) mit einer ungenü-genden Menge Sauerstoff verbrannt werden. In kleiner Mengeist es im Leuchtgas enthalten. — Dargestellt wird es durchKochen von Aethylenbromid CH 2 Br~CH 2 Br mit alkoholischer Kali-lauge:
C. 2 H 4 Br 2 + 2 KHO = 2 KBr+2 H. 2 0 + C 2 H 2 ,
oder durch Ueberleiten von Aethylenchlorid CH ä Cl _ CH 2 Cl überroth glühenden Kalk.
Das Acetylen ist ein farbloses Gas von starkem wider-lichem Geruch, das mit leuchtender, russender Flamme brennt.Mit nascirendem Wasserstoff verbindet es sich zu Aethylen.Ebenso verbindet es sieh direet mit den Halogenen, z. B. mitChlor zu C 2 H 2 C1 2 und C 2 H 2 Cl4.
Charakteristisch ist seine Eigenschaft, von ammoniakalischerKupferchlorürlösung Cu. 2 Cl. 2) oder Silbernitratlösung AgN0 3 , absor-birt zu werden. Im ersten Falle bildet sich ein rother Nieder-schlag, welchem die Zusammensetzung C 2 Cu 2 -f-H 3 0 zukommt, imzweiten Falle ein brauner Niederschlag, welcher die analoge Zu-sammensetzung C 2 Ag 2 +H 2 0 besitzt. Beide Körper explodiren durchDaraufschlagen mit dem Hammer oder durch Erhitzen.
Leitet man Acetylen über geschmolzenes Kalium, so bildet sichunter Wasserstoffentwickelung C 2 HK und C 2 K 2 .
Bei Gegenwart von Platinmohr vereinigt es sich mit Wasser-stoff zu Aethan.
Halogen-Sufostitutionsproduete des Aethans.
Aethykhlorid, Chloräthyl, CH 3 ~CH 2 C1 oder C 2 H 6 C1.Entsteht aus Aethan und Chlor. Es wird durch Einwirkung