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Repetitorium der organischen Chemie : mit besonderer Rücksicht auf d. Studirenden d. Medicin u. Pharmacie ; mit 11 Holzstichen
Entstehung
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Einleitung.

Seit den ersten Anfängen der chemischen Wissenschaft,als man die Stoffe in ihrer Zusammensetzung zu erkennen undnach derselben zu ordnen begann, behandelte man diejenigenVerbindungen, welche der Kohlenstoff bildet, gesondert vondenen aller anderen Elemente, theils, weil ihre Anzahl ausser-ordentlich gross war, namentlich aber, weil dieselben, soweitsie natürlich vorkommen, mit nur wenigen Ausnahmen durchden Lebensprocess des thierischen und pflanzlichen Organismuserzeugt werden, und die Versuche, sie aus ihren Elementendarzustellen, scheiterten. Man nahm daher an, dass sie garnicht auf chemischem Wege gebildet werden könnten, dass sievielmehr in der organischen Natur unter Mitwirkung einergeheimnissvollen Kraft, die man Lebenskraft nannte, ent-ständen, und bezeichnete sie als organische Verbindungen.So entstand der Name organische Chemie, und man hatbis jetzt, obwohl es gelungen ist, sehr viele solcher Stoffe ausden Elementen zusammenzusetzen und daher die Annahme einerLebenskraft hat schwinden müssen, diesen Namen beibehalten,wenn auch dieser Theil der allgemeinen Chemie besser alsChemie der Kohlenstoffverbindungen zu bezeichnen wäre.

Die in der Natur vorkommenden organischen Verbindun-gen enthalten neben Kohlenstoff nur wenige Elemente, Wasser-stoff, Sauerstoff, Stickstoff, entweder jedes allein an Kohlenstoffgebunden, oder zwei von ihnen, oder endlich alle drei. Nureinige enthalten ausserdem noch Schwefel und Phosphor. Da-gegen hat man auf chemischem Wege fast alle Elemente inKohlenstoffverbindungen eingeführt.

l'inner, Organ. Chemie. 0. Aufl.

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