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Organische Chemie
Entstehung
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Pyrrolgrupp c

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gelbliche Schuppen, unter Zersetzung oberhalb 320° schmelzend; gibt mit PC1 5 bei 250°ein Octochlorid, C 10 Cl 14 N2O2! campherähnlich riechende Prismen, Smp. 147».

ß-Pyrrolcarbonsäure, C 4 H 3 (C0 2 H)NH. Entsteht, neben der a-Säure,beim Erhitzen von Pyrrolkalium im Kohlendioxydstrome auf 200°; siewird, nach dem Ansäuern und Extrahiren des Reactionsproductes mitActher durch ihre Fällbarkeit vermittelst Bleizucker von der in Lösungbleibenden a-Säure getrennt. Feine Nadeln, die im geschlossenen Röhr-chen bei 161—162° in Pyrrol und C0 2 zerfallen; dieselbe Zersetzungerleidet die wenig beständige Säure auch schon beim Kochen mit Wasseroder beim Liegen an der Luft.

Methylpyrrolcarbonsäuren, C 4 H 2 (CH a )(C0 2 H)NH. Im C0 2 -strome bei 200°erhält man aus Methylpyrrolkalium 2 von den 6 möglichen Isomeren, durch die Blei-salze trennbar: a-, Smp. 169-5°; ß-, Smp. 142-4°. aa-Dimethyl-ß-pyrrol carbon-säure, C 4 H(CH 3 ) 2 (C0 2 H)NH. Aus dem Monoäthylester der entsprechenden ßß-Dicarbon-säure. Krystallinisch. Gibt bei 183° aa-Diinethylpyrrol. Ueber isomere Säuren vgl.1!. 22, 40; über phenylirte Säuren: B. 18, 2591; 19, 559,3157; 21, 3000.

Eine krystallinische acc-Pyrroldicarbonsäure. C 4 H 2 (C0 2 H) 2 NH, lässt sich ausPyrrylendimethyldiketon gewinnen; dieselbe zerfällt bei etwa 260° unter Schwärzuno- inJ'yrrol und Kohlendioxyd; Dimethylester, lange Nadeln, Smp. 132°; Diäthylester, Smp. 82".— Isomere Dimethylpyrro ldicarb onsäuren, C 4 (CH 3 ) 2 (C0 2 H) 2 NH, wurden dargestellt:'(J(CH 8 1 •C(C0 2 H)• C(C0 2 H)■ C(CH 3 )• NH, aus Diacetylbernsteinester und NH 3 (s. o.) ent-steht ihr Diäthylester, Smp. 99°; die freie Säure schmilzt bei 251° und gibt a«-Dimethyl-pyrrol: letzteres auch schon beim Kochen mit Wasser. C(CH 3 )-C{C0 2 H)-C(CH 3 )-C(C0 2 H)NH,der Diäthylester entsteht bei der Keduction von Acetessigester mit Nitrosoacetessio--ester in essigsaurer Lösung durch Zinkstaub; bei 135° schmelzende Nadeln.

Eine Ketonsäure ist die a-Pyrroylcarbonsäure, C 4 H 3 (CO-C0 2 H)NH, durchOxydation von a-Pyrrylmethylketon mit alkalischem Mn0 4 K; die Säure krystallisirt mitH 2 0 in gelblichen Nadeln, Smp. 74—70°; exsiccatortrocken und wasserfrei schmilzt undzersetzt sie sich erst bei ca. 112°; in warmer Salzsäure löst sie sich mit intensiv carmin-rother Färbung, die sie auch durch Eisenchlorid annimmt. Bei der Kalischmelze gibt siedurch C0 2 -austritt cc-Pyrrolcarbonsäure (s. o.). — Methylpyrrylketoncarb onsäureC 4 H 2 (CO-CH 3 )(C0 2 H)NH. Glasglänzende Blättchen. Smp. 180°. Carbopyrrylglyoxyl'säure, C 4 H 2 (CO-C0 2 H)(C0 2 H)NH. Aus der vorigen oder aus Pyrrylendimethylketon mitMn0 4 K; Krystallkrusten, bei der Kalischmelze Pyrroldicarbonsäure gebend. — AuchKetonsäuren der Dimethylpyrrole sind bekannt.

Pyrrolin und Pyrrolidin.Pyrrolin, C 4 H 7 N. Aus Pyrrol durch Keduction, indem man zudessen nahezu siedender Lösung in 20 Thl. Eisessig allmählich 2"5 Thl.Zinkstaub zufügt; nach dem Abdestilliren des intacten Pyrrols und Aus-fällen des Zinks führt man in Chlorhydrat über, das man zur Isolirungdes Pyrrolins über Kalihydrat destillirt. Letzteres bildet eine ammoniaka-lisch riechende, aus der Luft C0 2 anziehende Flüssigkeit vom Sdp. 91".

Chlorhydrat, C 4 H 7 N P HC1, krystallisirt aus Alkohol in hygroskopischen PrismenSmp. 174°. — Nitrosopyrrolin, C 4 H 6 N-NO, Nadeln vom Smp. 37°. — n-Methyl-pyrrolin, C 4 H 6 N-CH 3 , aus Methylpyrrol durch Keduction; bei 79—80° siedendes Oel.

Pyrrolidin, C 4 H 9 N. Durch mehrstündiges Erhitzen von Pyrrolinmit 5 Thl. Jodwasserstoff und 05 Thl. rothem' Phosphor auf 250°. Beider Destillation von salzsaurem Tetramethylendiamin (S. 311.). DurchReduction von Succinimid in alkoholischer Lösung vermittelst Natrium.Piperidinähnliche Flüssigkeit vom Siedepunkt 87°. D 0 == G"879. Mischtsich mit Wasser. Ammoniakabspaltung gibt Erythren (S. 86).