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Organische Chemie
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Naphtalinsulfosäuren.

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unbekannt. — 1, 7-, Smp. 117°. — 1, 8-, Smp. 67», — hat die beiden Amidogruppen inder Peristellung und verhält sich daher den Orthodiaminen ähnlich. — 2, 3-, unbekannt. —2 G- Smp 218°. __ 2 7-, Smp. 161°. — Die Naphtylendiamine addiren leicht 4 H.

Die Diazoverbindungen des Naphtalins entstehen aus denSalzen der Naphtylamine in abgekühlter saurer Lösung durch Natrium-nitrit oder salpetrige Säure und combiniren sich mit Phenolen undAnilinen zu Azofarbstoffen.

ec-Diazoamidonaphtalin, C 10 H 7 -N : N-NH-C 10 H 7 , aus a-DiazonaphtalinchloridC H - N • N'Cl und cc-Naphtylamin, daher auch aus a-Naphtylamin und salpetriger Säure :gelbbraune Blättchen, unter 100° schmelzend und höher explodirend.

a-Amidoazonaphtalin, NH 2 -C 10 H 6 -N: N-C 10 H 7 , aus dem zunächst entstehen-den Diazoamidonaphtalin durch Umlagerung; daher beim Einleiten von salpetriger Säurein eine warme alkoholische Naphtylaminlösung, oder aus 2 Mol. Naphtylaminchlorhydrat,1 Mol Kalihydrat und 1 Mol. N0 2 K. Rothbraune Nadeln von grünem Metallglanz; Smp.183° Durch Erhitzen mit Naphtylaminchlorhydrat erhält man Magdalaroth (s. d.).

a-Azonaphtalin, C 10 H, - N : N - C 10 H 7 , aus dem vorigen bei Ersatz von NH 2 durchH. Eothe Nadeln mit bläulichem Dichroismus; Smp. 190°.

a-Hydrazonaphtalin, C 10 H,-NH-NH-C 10 H 7 , farblose Blättchen, Smp. 275°;durch Keduction des vorigen. Gibt mit Salzsäure erwärmt durch Umlagerung Naphtidin,NH 2 -C 10 H 6 -C 10 H 6 -NH 2 , Smp. 198».

Entsprechende ß- und a ß-Derivate wurden zum Theil gleichfalls dargestellt.

a- und ß-Naphtylhydrazine, C 10 H 7 -NH-NH 2 . Aus den Diazochloriden durch Ec-duetion mit Zinnchlorür und Salzsäure; farblose Blättchen; a-, Smp. 117°: ß-, Smp. 125».

Naphtalinsulfosäuren.

Von den beiden isomeren Sulfosäuren C 10 H 7 ■ S0 3 H des Naphtalins ist diea-Naphtalinsulfosäure die unbeständigere Form, die sich beim Erhitzen mitSchwefelsäure in die ß-Sulfosäure umlagert. Erstere entsteht ausschliesslich bei Zimmer-temperatur oder bei 40° (bei 80" entsteht schon viel ß-Säure), wenn man feinzer-theiltes Naphtalin mit 2 Th. conc. Schwefelsäure oder mit 10—15 Proc. S0 3 -haltigerrauchender Schwefelsäure digerirt; während die ß-Säure ebenso vorwiegend gebildetwird wenn man die Temperatur auf 160—180° steigert; beide Säuren werden getrenntauf Grund der schwereren Löslichkeit des Bleisalzes oder Kalksalzes der ß-Säure. Erhitztman Naphtalin auf jene letztere Temperatur während 4 Stunden mit dem fifachen Ge-wichte Schwefelsäure, dann erhält man ein Gemisch annähernd gleicher Mengen derisomeren et- oder 2, 1-, und ß- oder 2, 6- Naphtalindisulfosäuren, C l0 H 6 (SO 3 H) 2 ,durch die verschiedene Löslichkeit der Calciumsalze trennbar. Die Kalischmelzedieser Sulfonsäuren gestattet die Darstellung der Naphtolc in grösserem Maasstabe.

oc-Naphtalinsulfosäure, ct-C 10 H 7 -SO 3 H. Darstellung s. vorstehend.Die freie Säure erhält man als hygroskopische, bei etwa 90° schmelzendeKrystallmasse, aus dem Bleisalz mit H 3 S, leichter noch durch Erwärmendes Sulfochlorids mit Methyl- oder Aethylalkohol. Erhitzen mit conc.Schwefelsäure verwandelt in die ß-Sulfosäure (s. o.); Wasser spaltet bei180° in Naphtalin und Schwefelsäure.

Baryumsalz, (C 10 H,-SO s ) 2 Ba -\- H 2 0. Blätter, bei 10» in 87 Th. Wasser löslich.

— Calciumsalz, (C 10 H 7 • S0 3 ) 2 Ca + 2 H 2 0. Blätter, bei 11° in 16-5 Th. Wasser löslich.

- Bleisalz, (C 10 IL • s6,) 2 Pb + 3 H 2 0. Glänzende Blättchen, bei 10° in 27 Th.Wasser löslich. — Me'thyiester, C 10 H,-SO 3 CH 3 , beim Stehenlassen der methylalkoholi-schen Lösung des Sulfochlorids in der Kälte; Smp. 78°, Sdp. 214° bei 15 mm. —Sulfochlorid, C l0 H,-SO 2 Cl. Aus dem Kalisalz und PCL,. Smp. 66°. Sdp. 195» bei13 mm. Sulfamid, C 10 H 7 -SO 2 -NH 2 . Smp. 150°.