v*l>J». •/.&&*W<
'MKM WMU*)M9M) )!Ä>Yil»lBiWMu
414
Menthol.
I
rp _nFr^- GfI 2—CH(OH) RFT p, H ^CH 3
]-Menthon als ein bei 207° siedendes Oel; D 20 = 0'896, [a] D = — 28°.Rechts-Mentlion bekommt man bei der Einwirkung von Säurenauf 1-Menthon.
Reduction mit Natrium führt das Menthon wieder in Menthol über. Oxydationmit Permang-anat führt suceessive zu Oxymenthylsäure (1) und /J-Met hyladipin-säure (2):1. CHs-CH^^-gV^ C0 _CH(CH 3 ) 2 -> 2. CH 3 -CH<^-^^H co ^
Amylnitrit und Salzsäure verwandeln Menthon in das Oxim der Säure 1., dieMenthoximsäure, Ci„H 18 0 2 -NOH, Smp. 98°. — 1-Menthonoxim, C 10 H 18 NOH,schmilzt bei 59° und siedet bei 251°; redueirt gibt es 1-Menth ylamin, C I0 H 19 -NH 2 ,starke Base vom Sdp. 205°.
1-Menthol C 10 H I8 OH
Dieser Secundäralkohol findet sich als wesentlichster Bestandtheil desPfefferminzöls (aus dem Kraut von Mentha piperita und daher früherauch Menthacampher genannt). Nach dem Abdestilliren der beigemengtenTerpene und des Menthens ist ihm noch das ölförmige Keton „Menthon"beigemengt, von dem man das Menthol durch Krystallisirenlassen in derKälte und Auspressen befreit, oder das man zur Erhöhung der Aus-beute vermittelst Natrium auch zu Menthol redueirt. 1-M e n t h o 1 bildetwasserhelle glänzende Säulen vom Smp. 42° und Sdp. 213°; [a] d = — 59°.Vollständige Reduction verwandelt in Hexahydrocymol C 10 H ä0 ; Wasser-entziehung in Menthen C 1(I H 18 , Sdp. 167'5°; Oxydation in das corre-spondirende Keton Menthon C 10 H 18 O, welches eventuell weiter gespaltenwird (s. oben).
Tertiäres Menthol C 10 H 19 OH = CH 3 —CH<^ 2 -^ 2 >C(OH)—CH<^ 3 .
Aus 1-Menthol, indem man an Menthen Ci 0 H 18 wieder "Wasser anlagert; Sdp. ca. 100°unter 20 mm (B. 26, 2270.).
Pulegon, C 10 H 16 O = CH 3 -ch<£|^£° >c==C(ch 3 ) 2 . sa P .22t«. Istder
Hauptbestandtheil des Poleiöls (aus Mentha pulegium) und lässt sichdurch Vacuumdestillation, weniger bequem durch die Bisulfitverbindunghindurch reinigen. Durch Wasserstoffanlagerung wird es in Mentholübergeführt; andererseits zerfällt es durch Oxydation in §-Methyladipin-säure C0 2 H• CH 2 ■ CH(CH 3 )'CH 2 • CH 2 • CQ 2 H und Aceton; beim Erh itzenmit Wasser in das Methylhexanon CH, • CH • CH 2 • CH 2 ■ CH 2 • CO • CH 2 ,Sdp. 169°, und Aceton; welche Umsetzungen sich aus der obigen Con-stitutionsformel erklären. Künstlich lässt sich das Methylhexanon wie-der mit Aceton condensiren, wobei dann aber ein Isomeres des Pule-gons entsteht, wahrscheinlich CH 3 ■ ÖIFCH^CH, • CH~CÖ~- C : C(CH 3 ) 2 ,Sdp. 214°; gibt einen Alkohol, C 10 H 17 -OH, Sdp. 215°, der mit P 2 O sein Orthoterpen, C J0 H 16 , Sdp. 173°, liefert (B. 29, 2955).
Terpin, C 10 H 18 (OH) 2 = £§= >c<|§1^>ch-C(oh)<^. C[s _
JTerpin krystallisirt mitlH 3 0 als T erpinhy drat, C l0 H 2n O 2 -f-H 2 O;dieses entsteht, wenn Pinen oder Limonen und Dipenten 2 Mol. H 2 0aufnehmen. Dieses ist z. B. bei Einwirkung von weingeistiger odermethylalkoholischer Salpetersäure auf Terpentinöl der Fall; oder beimStehenlassen von Limonenchlorhydrat mit Wasser, sowie von Dipenten-dichlorhydrat mit Weingeist. Aus dem schwerlöslichen Terpinhydrat,
CH 3 -c<