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Cai'von.
Primäre. Prim. Carvomenthol (7) unbek. Prim. Menthol (9) oder (10) unbek.
Secundäre. Carvomenthol (2). Menthol (3).
Tertiäre. Tert. Carvomenthol (1). Tert. Menthol (4). Isomenthol (8).
Die primären Alkohole sind noch nicht bekannt; von den secundärenAlkoholen leiten sich Ketone, das Carvomenthon und Menthon ab;die tertiären sind dagegen nicht zu correspondirenden Ketonen oxydirbar.
Einen wesentlichen Fortschritt hat die Kenntniss dieser Substanzendadurch gemacht, dass man auch die Möglichkeit einer Stellung sowohlder Hydroxyle, wie auch derAethylengnippenimIsopropy],i-C 3 H 7 , erkannte.
Carvon C 10 H u O =
CH,
,CO—CH 2 .-C
^CH—CH,-
)CH—C
/
.CH,
^CH...
In den über 200° siedenden Antheilen des Kümmelöls (Ausgangsmaterial)und Dillöls findet sich das schon seit längerer Zeit bekannte Eechts-Carvon, während das stereoisomere Links-Carvon im KrauseminzÖlund Kuromojiöl vorkommt; das optisch inactive Carvon entsteht durchVermischen der activen Formen und verhält sich zu diesen, wiedie inactive Traubensäure zu den Weinsäuren, oder wie das inactiveDipenten zu den beiden Limonenen. Letztere stehen in nahen Bezie-hungen zu den Carvonen, da u. a. die Carvoxime sowohl aus letzterenvermittelst Hydroxylamin, wie auch aus den Limonennitrosochloridendurch alkoholisches Kali gewonnen werden können (S. 407). Die Carvonesieden bei 225°, haben D 0 = (V96 und [a] D = ± 62°.
Die obige Constitutionsformel der Carvone, mit benachbarter Stellung der Carbonyl-gruppe zur C • CH 3 -gruppe (und wahrscheinlicher Lage der einen Doppelbindung imPropylenrest) stützt sich auf die unter Rückbildung des normalen Benzolrings leichterfolgende Umlagerung der Carvone (vermittelst Kalihydrat, glasiger Phosphorsäure,oder durch das Hydrochlorid) in das isomere Carvacrol, ein Oxycymol 1, 2, 4-(CH 3 )C 8 H 3 (OH)(i-C,H 7 ).
Carvonhydrochlorid, CioH^'HCl, nichtHüchtiges Oel, gibt mit 2 Pct. Chlor-zink und etwas Eisessig beim Erwärmen auf 100—120° glatt Carvacrol (s. o.). Schwefel-wasserstoffcarvon, C 10 H U (OH)(SH), Smp. 187°, dient besonders zur Peinigung desLinkscarvons. d-Carvoxim u. 1-Carvoxim, C 10 H 14 NOH, Smp. 72°, [s]d = ± 300°,auch aus den Limonenen (s. o. und S. 407); (d -j- 1) Carvoxim, Smp. 93°, auch ausDipentennitrosochlorid. Wie sich Phenylhydroxylamin in p-Amidophenol umlagert, gehenauch die Carvoxime in Amidothymol über.
d- u. 1-Dihydrocarveol, C ]0 H 17 -OH =
,CH(OH)—CH 2X ^CH,
CH S —CH< >CH—Cf
\CfT 2 ------CH/ X CH 3 .
Wird durch Eeduction des Carvons in alkoholischer Lösung vermittelstNatrium erhalten und bildet ein, den isomeren Terpineolen ähnlich rie-chendes Oel vom Sdp. 225°; D 20 = 0927.
d- u. 1-Dihydrocarvon, C 10 H 10 O, aus den Dihydrocarveolen durchOxydation mit Chromsäure, ist das jenen Secundäralkoholen correspon-dirende Keton; Oel vom Sdp. 221°; D 10 = 0'928. Durch Schwefel-säure erfolgt Umlagerung des Dihydrocarvons in ein isomeres Ketomenthen,das Carvenon, C 10 H 1G O, Sdp. 232°. Ein weiteres isomeres Keton, dasCaron, C 10 H 16 O, entsteht aus Dihydrocarvonhydrobromid mit alkoho-lischem Kali unter Eiskühlung; es siedet bei 210° unter Umlagerung inCarvenon.