Alkylverbindungen der Germaniumgruppe.
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Durch Zinkäthyl und Natrium werden dem Tctraäthylsilicat successive alle Acth-oxylgruppen (OC 2 H 5 ) entzogen und durch Aethylreste ersetzt:
2 Si(OC 2 H 5 ) 4 + Zn(C 2 H 5 ) 2 + Na 2 = 2 Si(OC 2 H ä ) 3 C 2 H 5 + 2 C 2 H 5 ONa + Zn. Manerhält hierbei nacheinander die Verbindungen: Si(C 2 H 5 )(OC 2 H 5 \,, Si(C 2 H 6 ) 2 (OC 2 H 6 ) 2 ,Si(C 2 C 5 ) 3 (OC 2 H 5 ), Si(C 2 H 5 ) 4 — Silicononan, s. o., und unter Austritt von C 2 H 4 als End-product Silicoheptan Si(C 2 H 5 ) 3 H.
Triäthylsiliciumwasserstoff (Silicoheptan), Si(C 2 H 6 ) 8 H. Farblose,luftbeständige und in Wasser unlösliche Flüssigkeit. D 0 =0-751. Sdp.107°. Das an Silicium gebundene Wasserstoffatom ist sehr reactions-fähig, so dass z. B. rauchende Salpetersäure, welche Silicononan kaumangreift, auf das Silicoheptan mit grösster Heftigkeit einwirkt. — Tri-äthylsiliciumäthylat (Aethylsilicoheptyloxyd), Si(C 2 H 5 ) 3 (OC 2 H 5 ),aus Tetraäthylsilicat mit Zinkäthyl und Natrium (s. o.) entstehend; luft-beständige, auf Wasser schwimmende Flüssigkeit. Sdp. 153°. Tauschtnach mehrstündigem Erhitzen mit Acetylchlorid auf 180° die Aethoxyl-2-ruppe gegen ein Chloratom aus: Si(C 2 H 5 ) 3 (OC 2 H 5 ) -j- C 2 H s O-Cl =Si(CVH 5 XCl + C 2 H 3 0-OC 2 H 3 . - Silicoheptylchlorid, Si(C 2 H 5 ) 3 Cl,an der Luft rauchende Flüssigkeit. D 0 = 0-9249. Sdp. 143-5°. Lässtman auf dieses Chlorid die berechnete Menge verdünntes wässriges Am-moniak unter Abkühlung einwirken, so erhält man den Silicoheptyl-alkohol (Triäthylsilicol), Si(C 2 H-) 3 OH. Derselbe bildet eine farblose,campherähnlich riechende Flüssigkeit vom Sdp. 154°; mit Natrium liefertder den tertiären Alkoholen vergleichbare Körper eine alkoholähnliche,zerfliessliche Verbindung Si(C 2 H 5 ) 3 ONa. — Silicoheptylbromid,Si(C 2 H 5 ) 3 Br, ist durch directe Bromirung des Silicoheptans darstellbar,siedet bei 161° und ist dem Silicoheptylchlorid sehr ähnlich. — Silico-li eptyloxyd, (C 2 H 5 ) 3 Si" O ■ Si(C 2 H 5 ) 3 . Entsteht u. a., indem man demSilicoheptylalkohol durch Schwofelsäure oder P a 0 5 Wasser entzieht;dieser Aether bildet eine farblose und nahezu geruchlose, in Wasserunlösliche Flüssigkeit vom Sdp. 231°.
Diäthylsilicinmdiäthylat, Si(C 2 H 5 ) 2 (OC 2 H 5 ) 2 . Aus Tetraäthylsilicat vermittelstZinkäthyl und Natrium, s. o. Angenehm riechende Flüssigkeit. Sdp. 15G°. Bildet beimErhitzen mit Acetylchlorid SKCaHJ^OCjH,)« und Si(C a H.) 2 Cl 2 , leicht destillirbare, ander Luft rauchende Flüssigkeiten. Die zweite gibt bei der Zersetzung durch WasserDiäthylsilicoketon, SiO(C 2 H 5 ) 2 , in Wasser unlöslich, zähflüssig und hochsiedend.
Aethylsiliciumtriäthylat, Si(C 2 H 5 )(OC 2 H r ,) 3 . Aus Tetraäthylsilicat mit Zinkäthylund Natrium zunächst entstehend. Angenehm riechende, bei 158'5° siedende Flüssig-keit- gibt durch Verseifung mit conc. Kalilauge Silicopropionsäure (C 2 H-)SiO• OH,die aus ihrer Lösung in Kalilauge durch Salzsäure oder Salmiak als weisses, amorphesPulver gefällt wird. Aethylsiliciumtrichlorid, Si(C 2 H,)Cl 3 , aus dem Triäthylatmit Acetylchlorid; bei 100° siedende, stark rauchende Flüssigkeit die mit Wasser raschSilicopropionsäure liefert.
Siliciumhexaäthyl, (C 2 H 5 ) 3 Si-Si(C 2 H :i )3. Aus Si 2 J 6 und Zinkäthyl. Oel. Sdp.
250—253°.
Alkylverbindungen der Germaniumgruppe.
Den Verbindungen des Siliciums ganz entsprechend zusammengesetzt sind die dervierwerthigen Elemente Germanium, Zinn und Blei.
Germaniumverbindungen. Germaniumtetraäthyl, Ge(C 2 H 5 ) 4 , durch Ein-tragen des Vereinigungsproducts von GeCl 4 und 2 Zn(C 2 H 5 ) 2 in Wasser (Winkler 1887).Farblose, lauchartig riechende Flüssigkeit, etwas leichter als Wasser, bei etwa 160° sie-dend. Vom Sauerstoff der Luft wird es bei gewöhnlicher Temperatur nicht angegriffen;
Kr äfft, Organische Chemie. 2. Aua. 25
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