Arsenverbindungen.
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kohlenstoff, z. B. den unzersetzt sublimirenden Körper P(C 2 H 5 ) S • CS 2 ,Smp. 95°, dessen Bildung man sowohl als Reaction auf tertiäre Phos-phine, wie auf Schwefelkohlenstoff benutzen kann. Wie aus der Ent-stehung aller dieser Substanzen hervorgeht, besitzt das elektronegativePhosphoratom in Verbindung mit drei Alkylgruppen die Eigenschatteneines elektropositiven, zweiwerthigen Radicals.
Phosphoniumverbindungen, in ihrem Gesammtverhalten denAmmoniumverbindungen völlig analog.
Tetramethylphosphoniumjodid, (CH 3 ) 4 PJ. Aus Trimethylphosphin undMethyljodid. Glänzende Krystalle. — Entsprechende Salze mit den Eadicalen Aethyl,Isopropyl, Isobutyl und Isoamyl sind bekannt. Durch Kalilauge werden dieselben nichtangegriffen, gehen aber mit feuchtem Silberoxyd in Phosphoniumoxydhydrate über. —Tetramethylphosphoniumoxydhydrat, (CH 3 ) 4 P(OH), an der Luft zerfliessliche,stark kaustische Krystallmasse, gibt mit Säuron krystallisirende Salze.
Die Phosphor igsäureester, aus PCL. und Alkoholen darstellbar,sind theilweise isomer mit den Phosphinsäuren.
Methylphosphorige Säure, CH 3 -0-P(OH) 2 , und A e t h y 1 p h o s p h o r i g eSäure, C 2 H,-0-P(OH) 2 , sind sowohl in freiem Zustande, wie auch in Salzform gegenheisses Wasser sehr unbeständig. — Triathylphosph.it, (C 2 H 5 '0) 3 P, Flüssigkeit,Sdp. 191°, geht unter Sauerstoffabsorption in Triäthylphosphat über.
Die Phosphorsäureester leiten sich von der Phosphorsäure(wie die Salze) in drei Reihen ab; die neutralen Ester sind destillirbar.
Methylphosphorsäure, CH 3 -0-PO(OH) 2 , beim Zusetzen von Methylalkoholzu P0C1 3 , zweibasische Säure. — Dimethylphosphorsäure, (CH 3 -0) 2 PO(OH), beimZugiessen von P0C1 3 zu Methylalkohol, syrupöse einbasische Säure. — Trimethyl-phosphat, (CH 3 -0) 3 PO, wasserlösliches Oel, Sdp. 197". — Ganz entsprechend sind dieAethylverbindungen zusammengesetzt; Triäthylphosphat, (C 2 H 5 ■ 0) 3 P0, Sdp. 215°.
Arsenhaltige Verbindungen.
Die Untersuchung der hierhergehörigen, das „Radical" As(CH 3 ) 2enthaltenden Kakodylverbindungen (s. u.) durch Bunsen (von1837 an vgl. S. 41) war von ausserordentlicher Tragweite für die Ent-wickelung des Begriffs Radical und damit der organischen Chemie. Um-fassende Arbeiten auf diesem Gebiete verdankt man ferner A. v. Baeyer.
Tertiäre Arsine und Arsoniumverbindungen.
Man kennt tertiäre Arsine, wie Trimethylarsin, As(CH 3 ) 3 ,welche zwar keinen basischen Charakter mehr besitzen, wie die tertiärenPhosphine bei denen jedoch die metallische Natur des Arsens.sich durcheine sehr stark hervortretende Verwandtschaft zu O, S, CI 2 etc. äussert.
Die Arsine entstehen aus AsCl 3 und Zinkalkylen oder Arsennatriumund Alkyljodiden bei Luftabschluss.
2 AsCL, + 3 Zn(CH 3 ) 2 = 2 As(CH 3 ) 3 + 2 ZnCl 2 ;
AsNa 3 + 3 CH 3 J = As(CH 3 ) 3 + 3 NaJ.
Die tertiären Arsine vereinigen sich direct mit Alkyljodiden zu Arso-
niumjodiden, wie As(CH 3 ) 4 J, die sich durch feuchtes Silberoxyd in
Arsoniumoxydhydrate — starke Basen — wie As(CH 3 ) 4 OH, über-