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Organische Chemie
Entstehung
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Turnsrj

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Thiosäuren.

fallen die neu entstandenen Salze, wie CS 3 Na 3 , CS 3 K 3 u. s. w. als öligeoder zerfliessliche Massen aus. Aus der Lösung dieser Salze scheidetsich auf Zusatz von verdünnter Salzsäure die freie Trithiokohlensäure,als schweres, rothbraunes, unbeständiges Oel aus DimethylesterCS(S-CH 3 ) 2 , gelbes Oel; Sdp. 205°. Diäthylester, CS(S-C 2 H 5 ) 2 , Sdp. 240».

Dithiocarbonsäure, CS(SH)(OH). Die Salze der Dithiocarbonsäure-monoalkylester wie CS(SH)(0 - C 2 H i) ), kennt man unter der BezeichnungSalze der unbeständigen Xanthogensäuren (Zeise; von der Fähigkeit,aus Kupfersalzen gelbe Niederschläge zu fällen, abgeleitet).

Methylxanthogensaures Kali, CS(SK)(OCH,), aus CS 9 undmethylalkoholischem Kali. Aethylxanthogensäure, CS(SH)(0 • C 2 H ä ). AusCS 2 und alkoholischem Kali erhält man beim Vermischen einen Krystall-brei von äthylxanthogensaurem Kalium, CS(SK)(0 - C 2 H 5 ), gewöhnlichschlechthin Kaliumxanthogenat genannt; glänzende Nadeln oderBlättchen, die sich in Wasser leicht, in Alkohol dagegen kaum auflösen.Durch Umtausch gibt seine Lösung mit derjenigen der Schwermetalle diebetreffenden Salze. Methylester, CS(S" CH 3 )(0 • C 2 H 5 ), Sdp. 184°. Aethyl-ester, CS(S-C 2 H-,)(0-C 2 H 5 ), Sdp. 200°.

Monothiocarbonsäure, CS(OH) 2 . Der Aethylester, CS(0-C 2 H 5 ) 2 ,bildet sich durch Einwirkung von Kaliumalkoholat auf CSC1 3 ; ätherischriechendes, in Wasser unlösliches Oel. Sdp. 161—162°.

Carbonyldithiosäure, CO(SH) 3 . Die Ester dieser Säure entstehenaus COCl 2 , oder Diphenylcarbonat CO(0-C 6 H 5 ) 2 und Natriummercaptiden,wie C 2 H 5 • S'Na; durch Erwärmen von Alkylrhodaniden mit conc. SO t H 2 :

2CN-S-CH 3 + 3H 2 0 = CO(S-CH 3 ) 2 + C0 2 + 2NH 3 .

Es sind in Wasser unlösliche, lauchartig riechende Flüssigkeiten,die mit alk. NH S in Harnstoff und Mercaptane zerfallen. Dimethyl-ester, C0(S'CH 3 ) 2 , Sdp. 169°. Diäthylester, CO(S-C 2 H 5 ) 2 . Sdp. 197°.

Carbonylmonothiosäure, CO(SH)(OH). Das Aetherkaliumsalz(JO(SK)(0 - C 2 H 5 ) entsteht u. a. beim Einleiten von COS (zu dessenEeinigung und Nachweis es daher auch benutzt wird) in gut gekühltesalkoholisches Kali, KO"C 2 H 5 , und bildet nach dem Umkrystallisirenaus massig erwärmtem Alkohol glänzende Blättchen; mit verdünntenMineralsäuren entwickelt es wiederum COS. Das äthylthiokohlensaureKali gibt mit Jodäthyl den flüssigen Ester CO(S' C 2 H ä )(0 • C 2 H 5 ), Sdp. 156°.

Thiosäuren C n H^- ■ CO • SH.

HierherCH,-CO-SH.

gehört

namentlich die Thiacetsäure (Thioessigsäure)Dieselbe wird entweder durch Erhitzen von Eisessig mitP 2 S B , oder aus Acetylchlorid, CH 3 • COC1, und KSH gewonnen; farbloseschon bei 93° siedende Flüssigkeit von unangenehm stechendem Geruch.D 10 = 1'074. In Alkohol leichter löslich als in Wasser. EinbasischeSäure. Der Methylester siedet bei 96°; Aethylester bei 116°. UeberVerwendung der Thioessigsäure als Beagenz statt H 2 S vgl. B. 27, 3437;28, 1204; R. 616.