Oxime.
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stallinisch; mit wachsendem Alkyl lösen sie sich in Wasser immer schwie-riger auf. Auch die theils schön krystallisirenden, theils flüssigen Giiederder Acetoximreihe sind unzersetzt. flüchtig. Die Oxime besitzen dieEigenschaften schwacher Sänren und sind daher in Alkalien löslich.Einzelne vermögen sich auch mit Säuren zu verbinden, wie z. B. Ace-toxim mit Chlorwasserstoff in ätherischer Lösung die VerbindungC 3 H 7 NO • HCl pulverig abscheidet. Beim Erwärmen mit Säuren zer-fallen sie unter Wasseraufnahme, indem ihre Componenten regenerirtwerden:
(z. B. CH 3 • 0(N • OH)H + H 2 0 = CH, • COH -f H 2 N • $H.). Essigsäure-chlorid führt die Aldoxime durch Wasserentziehung in Nitrile über:
CH 3 • C(N • OH)H + CH 3 : COC1 = CH 3 • CN + CH 3 • CO • OH -f HCl;die Ketoxime werden dagegen durch dieses Bcagenz in Acetylverbin-dungen wie z. B. CH 3 " C(N' 0 • C 2 H 3 0) ■ CH S übergeführt. Durch Natrium-amalgam in schwach essigsaurer Lösung werden die Oxime zu Aminenreducirt (-C:N-OH- gibt "CH-NH 2 .).
Eine eigentümliche U mlagerung R• C(N• OH ) • R 1 = R-NH-C0-RI erleiden dieAc et oxime durch Einwirkung wasserentziehender Agentien, wie Schwefelsäure, Salz-säure, Acetylehlorid, u. s. w. (B. 19, 988; 20, 500, 1307, 2580.).
In demselben Sinne wie mit Aldehyden und Ketonen reagirt dasHydroxylamin mit allen Substanzen, in denen die Gruppe' CO ■ enthaltenist, also mit Ketonalkoholen (Kohlehydraten) und Ketonsäuren; des-gleichen mit einzelnen Säureanhydriden (Phtalsäureanhydrid); Orthodi-ketone reagiren mit 1 Mol. H 2 N • OH, andere Diketone dagegen mit2 Mol. H 2 N • OH, indem sich Di oxime, die sogenannten Ol y oxime,bilden.
Aldoxime. Formoxim, H 2 C(N'OH), flüssig, Sdp. 85°. Es ist nur in Lösungenund im Dampfzustande beständig, und polymerisirt sich leicht zu festem Trifonnoxim.Acetaldoxim, CH 3 -CH(N-OH). Bleibt leicht flüssig; Smp. 47°; Sdp. 115°; mischtsich mit Wasser, Alkohol und Aether in jedem Verhältniss. Propionaldoxim,CH 3 -CH 2 -CH(N-OH), Smp. 40°; Sdp. 130-132°. Isobutyraldoxim, (CH 3 ) 2 CH-C(N-OH)H, Sdp. 139°. lsovale'raldo'xim, (CH,) 2 CH-CH 2 -CH(N-OH), Smp. 48.5°;Sdp. 164—165°. Oenanthaldoxim, CH 3 -(CH 2 VC(N-OH)H, grosse Tafeln; Smp. 55.5";Sdp. 195°. Myristinaldoxim, CH 3 • (C 2 H), 2 • C(N• OH)H, Smp. 82".
Glyoxim, C(N-OH)H'C(N-OH)H, aus 1 Mol. Glyoxal und 2 Mol. Hydroxylamin;man schüttelt die wässrige Lösung nach eintägigem Stehen mit Aother aus. Leicht subli-mirbare rhombische Tafeln; Smp. 178°; in warmem Wasser, Alkohol und Aether un-schwer löslich. Essigsäureanhydrid liefert mit dem Glyoxim zunächst ein Diacetat,C(N-0-C 2 H 3 0)H-C(N-0-C 2 H 3 0)H, Smp. 120°, das beim Kochen mit EssigsäureanhydridDicyan entwickelt.
Acetoxim, (CH 3 ) 2 : C : N-OH. Grosse Prismen. Smp. 60°. Sdp. 136°. Sehr flüchtig.In Wasser Alkohol und Aether leicht löslich. Zerfällt durch Erwärmen mit Sänrenin Hydroxylamin und Aceton; seine Alkyläther geben ebenso alkylirte Hydroxylamine.
Isonitrosoaceton, CH 3 'C< >'CII : M 'OH. Durch Einwirkung von NO s H aufAeetessigsäure: CU 3 -CO-OlVC0 2 H '-|- NÖ 2 H = CH 3 ■ CO• CHfNOH) + C0 2 + H 2 0.Man löst 4'5 gr Acetessigester in 2'1 gr Kalihydrat und 80 gr Wasser, setzt 25 gr Na-triumnitrit in 10 gr Wasser hinzu und säuert nach 24 Stunden an. — Aus dem Acetonselbst mit 1 Mol. Amylnitrit (in Gegenwart von Salzsäure oder Natriumalkoholat):CH 3 -CO-CH 3 + NO-0-C,Hi, = CH 3 -CO-CH(NOH) -f- C ä Hi, -OH. Silberglänzend, Smp.65°. Nicht für sich aber mit Wasserdämpfen flüchtig. Löst sich in Alkalien mit in-tensiv gelber Earbe. Zinn und Salzsäure geben Kctin (DimcthylpyrazinJ C G H 8 N 2 .