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Cyanverbindungen.
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N-H + CH 3 .J = N-H 3 + HJ•H -H
Methyljodid Methylamin
•H -CO.C l5 H 31
N-H + C 15 H S1 -C0C1 = N-H + HCl.
•H -H
Palmitylchlorid Palmitamid
Ganz so wie vom Ammoniak, leiten sich auch vom Hydroxyl-amin, H 2 N*OH, und vom Hydrazin, H 2 N-NH 2 , interessante undwichtige Stickstoffverbindungen ab, s. u. Ferner lassen sich nicht nurdie „Reste" (N'OH) und (N-NH 3 ) dieser beiden "Verbindungen in orga-nische Substanzen einführen, es ist das auch der Fall mit den Resten(N0 2 ) und (NO) der Salpetersäure und salpetrigen Säure, wie auch miteinigen anderen stickstoffhaltigen Radicalen der anorganischen Chemie,wodurch man jedesmal zu wohl charakterisirten Körperclassen gelangt.
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Cyanverbindungen.
Cyanwasserstoff, Cyanide und Isocyanide.
Cyanwasserstoff, Blausäure (Formonitril), CNH. Scheele ent-deckte die Blausäure 1782; Gray-Lussac erhielt sie wasserfrei undermittelte ihre Zusammensetzung 1811; ihre Darstellung beruht auf derZersetzung von Cyanmetallen, namentlich Ferrocyankalium, durch stär-kere Säuren (s. u.).
In Verbindung mit Traubenzucker und Benzaldehyd findet manBlausäure (=s Säure des Berlinerblaus) als ein durch verdünnte Säurenoder Wasser und Emulsin spaltbares Glycosid, das'Amygdalin: C 20 H 27 NO 11 ,in den bittern Mandeln etc. Wie aus Cl 3 und H 2 der Chlorwasserstoffentsteht, so erhält man aus Cyangas und Wasserstoff Blausäure durchdie dunkle elektrische Entladung oder Erhitzen auf ca. 500°:C a N 2 -|- H 2 = 2 CNH; ebenso aus Acetylen und Stickstoff:G ,H„ -4- N, = 2 CNH. Von theoretischem Interesse ist die Bildungder Blausäure beim Zerfall von ameisensaurem Ammoniak durch Destil-lation: C0H0NH 4 = CNH -f- 2H 2 0. Cyanammonium bildet sichaus Chl oroform und Ammoniak bei hohen Temperaturen:
CHC1 3 + 5NH 3 = CN-NH 4 -f 3NH 4 C1;auch aus Ammoniak und glühenden Kohlen entsteht C yanamm onium.
Besonders bei Gegenwart von Alkalimetallen vereinigen sich Kohlenstoff und Stick-stoff, am leichtesten in statu nascendi: C -f- N -\- K = CNK. Hierauf beruht einenoch jetzt im Grossen benutzte Gewinnungsmethode von Cyaniden, insbesondere des nichtgiftigen und gut krystallisirenden gelben Blutlaugensalzes oder Ferrocyankaliums.(CN) 6 FeK 4 , das als Ausgangsmaterial für die meisten anderen Cyanverbindungen dient.Man schmilzt kohlenstoff- und stickstoffhaltige Abfälle (Blut, Leder, Wolle, Haare, Hörnetc.) in eisernen Kesseln unter möglichstem Luftabschluss mit Pottasche und Eisenspähnenzusammen. Es bildet sich CNK und gleichzeitig gibt das Eisen mit dem Schwefel derthierischen Substanzen Schwefeleiscn. Man laugt die Schmelze mit Wasser aus, wobeisich das im Gegensatz zu dem durch Wasser zersetzlichen Cyankalium beständige Ferro-cyankalium bildet: 6CKK-fFeS = (CN) 0 FeK 4 -f- K 2 S und dampft die Laugen zurKrystallisation ein.