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2 (1894) Botanik, Pharmakognosie, spezielle Pharmazie
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Animalische Mittel.

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Beim Wechseln des Wassers und beim Dispensieren vermeide mandas Anfassen des sehr empfindlichen Blutegels mit den blofsen Fingern,bediene sich vielmehr eines sauberen Hornlöffels oder eines gestielten Por-zellansiebchens.

In die Apotheke zurückgebrachte Blutegel weise man zurück.

2. Tierische Fette.

Adeps suillus, Schweinefett.Gewinnung. Zur pharmazeutischen Verwendung soll hauptsächlichdas in der Bauchhöhle des Schweines, Sus ScrofaL., vorzüglich im Netz,an den Hippen und Nieren abgelagerte Fett kommen. Es wird gewonnendurch Ausschmelzen der zerkleinerten und mit Wasser abgespülten un-gesalzenen Fettmassen im Wasserbade, wobei durch Kolieren die häutigenRückständeGrieben" zurückgehalten werden. Um das Fett vollständig-wasserfrei zu erhalten, läfst man dasselbe 24 Stunden an einem warmenOrte (bei 50°) stehen; das Wasser sammelt sich am Boden des Gefäfsesund das Fett wird in die Vorratsgefäfse (am besten von Porzellan) abge-gossen. Um beim Erkalten die Bildung von Spalten zu vermeiden, rührtman häufig um.

Eigenschaften. Es bildet eine weifse, gleichmäfsige, weiche Masse

von schwachem, eigenartigem Geruch und einem fetten, süfsen Geschmack,

bei 3JLr=_42_° zu einer klaren Flüssigkeit schmelzend; es enthält 40%

Tristen rin und Tripalmitin und 60% TrioleTn. Spez. Gew. 0,934 0,938.

Prüfung auf

Wasser, brenzliche und fremde Stoffe: Das geschmolzene Fettsoll klar, in einer 1 ccm dicken Schicht farblos sein. Ein pulverigerBodensatz würde anorganische, zur Beschwerung beigemengte Substanzenzeigen.

Eanzidität: 0,2 ccm Normalkalilauge sollen eine Lösung von 10 gm.Schmalz in 10 ccm (säurefreiem) Chloroform nach Zusatz von 10 ccm Wein-geist und 1 Tropfen Phenolphtaleinlösung kräftig durchgeschüttelt rot färben.(Es sollen also weniger Fettsäuren vorhanden sein, als durch 0,2 ccm Nor- 1malkalilauge gesättigt werden.)

Paraffin und unverseifbare Substanzen: Verseift man 2 TeileSchmalz mit 3 Teil. Kalilauge und 2 Teil. Weingeist und setzt zu der klar 1gewordenen Mischung 50 Teile warmes Wasser und 10 Teile Weingeist, somufs eine klare oder höchstens opalisierende Lösung entstehen.

Schwer schmelzbare Teile des Baumwollensamenöls: Werden10 ccm filtriertes flüssiges Schweineschmalz mit 5 ccm einer Lösung von1 gm. Silbernitrat in 200 gm. Alkohol, 40 gm. Äther und 0,1 gm. Salpeter-säure (Bechi'sche Lösung) versetzt und im Wasserbade unter Umrühren eineViertelstunde lang erhitzt, so darf die Mischung sich nicht verändern. Rote,braune oder schwarze Färbung deutet auf Baumwollensamenöl.

Anwendung. Das Schweineschmalz bildet die Grundlage vielerSalben und Pomaden; es findet als Genufsmittel ausgedehnteste Verwen-dung. Im ranzigen Zustande wirkt es reizend, besonders auf empfind-liche Hautstellen; es mufs daher vor Luft- und Lichtzutritt aufbewahrtwerden.

Ge-winnung

Eigen-schaften.

Prüfung.

An-wondung