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Animalische Mittel.
benzoatus.
Eigen-schaften.
Prüfung.
Um dem Schweineschmalz eine gröfsere Haltbarkeit, und besserenGeruch zu geben, läfst das D. A. III. demselben auf 99 Teile 1 TeilBenzoesäure zusetzen. Die Säure wird mit dem im Dampfbade geschmol-zenen Fett digeriert, die Masse in die Vorratsgefäfse koliert und währenddes Erkaltens von Zeit zu Zeit bis zum Erstarren umgerührt.
Sebum ovile, Hammeltalg.Die in der Bauchhöhle des Hammels Ovis Aries L. sich findende Talg-masse. Sie wird in der bei Adeps suillus angegebenen Weise gewonnen.Eigenschaften. Der Hammeltalg bildet eine weifse, feste, bei ge-wöhnlicher Temperatur leicht zerbrechbare Masse von schwachem, eigen-tümlichem, nicht ranzigem Geruch, bei ungefähr 47° klar schmelzend.Er besteht vorwiegend aus Stearin mit etwas Palmitin und Olein, ist in80 Teil. Alkohol, leicht in Äther und Benzin löslich. Spez. Gew. 0,937bis 0,964.
Prüfung auf
Fremde Fette: Wird Hammeltalg mit 5 Teil. Weingeist erwärmtund geschüttelt, so darf die nach dem Erkalten klar abgegossene Flüssigkeitmit gleichviel Wasser verdünnt nicht stark getrübt werden; die milchigtrübeMischung ist gegen das Licht gehalten durchscheinend. (Stärkere Trübungwürde Beimengung von Pflanzenfetten verraten.)
Banzidität: Dieselbe Mischung darf blaues Lackmuspapier nicht rotfärben.
Fremde Beimischungen: Das geschmolzene Fett mufs klar sein; derim Handel bezogene Talg könnte mit mineralischen Substanzen beschwert sein.Anwendung. Es dient zu Salben und Pflastern; als Handverkaufs-wendung, ^jj^gj w j rc j c \ as Hammelfett in Tafel- oder Kerzenform oder in Metallkap-seln mit verschiebbarem Boden ausgegossen.
Es neigt sehr zum Ranzigwerden, mufs daher möglichst vor Luftab-schlufs aufbewahrt werden.
Dem Hammeltalg ähnlich sind Hirsch- und Ziegentalg.
Sebum, salicylatum, Salicyltalg.
Zur Darstellung werden 2 Teile Salicylsäure in 98 Teil, geschmolze-nem Hammeltalg in einer Porzellanschale gelöst. Zur besseren Verteilungder Säure reibt man diese mit etwas warmem Talg an und setzt dieMischung dem geschmolzenen Talg unter Umrühren mit einem Glas- oderPorzellanstabe zu.
Die klare Masse wird in Papierhülsen, Holz- oder Zinndosen aus-gegossen.
Butyrum, Butter.
Butter ist die aus dem Rahm der Milch, besonders der Kühe, durchdie Methode des Butterns abgeschiedene Pettmasse, welche in der Milchemulsionsartig verteilt ist. Sie macht etwa 2 — 4 °/ 0 der ganzen Milch aus.
Die reine Butter bildet eine mehr oder weniger gelbliche, zarte,salbenartige, neutrale Masse von eigentümlichem Geruch und süfslichem,mildem Geschmack, schmilzt bei 31—35°. Das spez. Gew. des reinen Butter-fettes ist (bei 15°) 0,9725; es besteht etwa zu 9 /io aus den Glyceriden der