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Systematik.
terpflanzen und Zwitterblüten, Hermaphrodyten (£>), monoklini-sche (einbettige) 1 ) Blüten. Fehlen dagegen in einem Geschlechtsapparatedie männlichen Organe, so nennt man die Blüte Aveiblich (9), umge-kehrt männlich ((5), die Blüte ist diklinisch (zweibettig). Hierbeikönnen nun die männlichen und weiblichen Blüten auf derselben Pflanzevertreten sein, dann ist die Pflanze monöcisch (einhäusig) 2 ), besitztjedoch die eine Pflanze nur männliche, die andere nur weibliche Blüten,dann ist sie diöcisch (zweihäusig). Wenn diklinische Blüten und Zwit-terblüten auf derselben Pflanze vorkommen, so bezeichnet man die Blütenals polygamisch (vielehig). 3 )
Eine grofse Zahl von Pflanzen bringt nur einmal Fruktifikationsorganehervor, ihre Lebensdauer beschränkt sich auf ein Jahr; es sind dies eineReihe der niederen und die einjährigen (0) höheren Pflanzen, dauernsie zwei Jahre (0), so entwickeln sie erst im zweiten Jahre die Geschlechts-organe und sterben dann ab. Bei anderen dagegen bildet sich alljährlichder Geschlechtsapparat aus, sie sind mehrjährig, perennierend (%).
Näheres über die Fortpflanzung bei den einzelnen Pflanzengruppen.
Systematik.
Unter Pflanzensystem verstellt man die auf wissenschaftlichenGrundsätzen beruhende Einteilung der Pflanzen in bestimmte Abteilungen.
Es giobt zwei Alien von Systemen, künstliche und natürliche.Künstliches Das künstliche System ordnet die Pflanzen nach bestimmten Merk-
natüriichos malen eines oder mehrerer Organe, so das Linne'sche 4 ) nach der Zahl,System. Ausbildung und Insertion der Staubfäden und Griffel — daher heifst esauch das Geschlechts- oder Sexualsystem. —
Das natürliche trennt die Pflanzen nicht nach einem willkürlichgewählten Einteilungsprincip, sondern nach ihrer allgemeinen Ähnlichkeit(habitus), nach ihrer durch übereinstimmende Organisation bedingten Zu-sammengehörigkeit in verschiedene Abteilungen.
Das künstliche System ist ein analytisches, indem es vom All-gemeinen zum Besonderen voran schreitend durch weitere dem zu Grundegelegten Einteilungsprincipe entsprechende Zergliederung des Ganzen end-lich zum einzelnen Individuum kommt; das natürliche ist synthetisch,von der einzelnen Pflanze ausgehend stellt es aufwärts steigend die nächstliegenden Verwandten zusammen und bildet so durch fortwährendes Anein-anderreihen sich nahestehender Gruppen ein organisches Ganzes; es istnicht nur ein Fachwerk zum Ordnen der Pflanzen, sondern es giebt aucheinen Überblick über die ganze Pflanzenwelt durch die Zusammenstellungnach ihrer ähnlichen Gestaltung. *
Das künstliche System leidet wegen der vielfachen Verschiedenheitenund Abweichungen, welche die Natur sich gestattet, an einer gewissen
1) /.iovog, allein, y.X(vr\, Bett. — 2) /xovog und oiy.og, Haus. — 3) noXvg, viel,und yäfiog, Hochzeit, Ehe. — 4) Ritter Karl v. Lione, geb. 1707 zu Eäsliult in Smäland(Schweden), gest. 1778 zu Upsala.