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III. Allgemeine Anatomie
Epidermiszelleu der Epidermis gewahrt. Über Stacheln und ähnlicheEmergenzen und Nebenorgane der Pflanze setzt sich die Epidermis fort.Die Wurzelepidermis besteht (mit Ausnahme der äufsersten Wurzelspitze)nur aus Wurzelepidermiszellen.
Bei allen Organen der Pflanze kommt es vor, dafs sieh unter derEpidermis einschichtige bis vielschichtige, hie und da über 2 mm dicke,aus dem Urmeristem hervorgegangene Gewebeschichten finden, derenBau erkennen läfst, dafs sie die Epidermis in ihren Leistungen als äufsersteSchutzschicht unterstützen. Derartige fast oder ganz geschlossene, wesent-lich aus dicht aneinander schliefsenden Elementen bestehende Zellschichtenbezeichnet man als Hypodermen. Diese gehen entweder hervor ans ver-hältnismäfsig weit entwickelten Epidermiszellen durch tangentiale Teilung,so dafs sie nach dieser Thatsache als innere Schichten einer mehrschich-tigen Epidermis bezeichnet werden können, oder sie entstehen aus gleichanfangs von der Epidermis verschiedenen Meristemzellenschichten. AmAufbaue einer Hypodermis können sich kollenchyinatische Parenchym-zellen, Wasserzellen, Endodermzellen, ja Sklerenchymzellen und Skleren-chymfasern, sowie normale Kollenchymzellen beteiligen. In dem letzteren,selteneren Falle kann man die Schicht besser als hypodermatische Kolleu-chym- oder Sklerenchymschicht bezeichnen, um anzudeuten, dafs in diesemFalle Zellschichten vorliegen, deren Hauptleistung wahrscheinlich dieFestigung der ganzen Organe ist. Auch wollen wir dicht unter derEpidermis liegende isolierte Stränge von Kollenchym- und Sklerenchym-zellen und Fasern, als nicht hierher gehörig, später besprechen.
In dem interneuralen Laminarteile der Blätter (deren gröbere Nervensich ähnlich wie Achsen verhalten) findet man in einigen Fällen eineHypodermis, vorzüglich eine solche aus kollenchymatischen Parenchym-zellen oder aus Wasserzellen (z. B. Peperomia-Bromelia-Arten). Allenofficinellen Blättern, welche in diesem Buche beschrieben sind, fehlt eineHypodermis. Bei den Achsen findet man Hypodermen von ganz ver-schiedener Ausbildung, meist bestehen sie aus einer oder mehrerenSchichten kollenchymatischen Parenchyms, welches allmählich in dasdarunter liegende Rindenparenchym übergeht. Als Beispiele für dieHypodermis der Achsen kann die Hypodermis des Khizomes von Triticnmrepens gelten. Die fast stets vorhandene Wurzelhypodermis besteht ent-weder aus kollenchymatischen Zellen, seltener aus Parenchyinzellen oderSklerenchymzellen, meist aus Endodermzellen (dann auch iiul'serc Endo-dermis genannt) und ist häufig einschichtig, seltener mehrschichtig, wosie dann allmählich in das Rindenparenchym übergeht.
Ein Beispiel für eine parenchymatische Wurzelhypodermis findenwir bei Aconitum Xapellus, Beispiele für die aus Endodermiszellen be-stehende Hypodermis bei Valeriana officinalis, deren Elemente zugleichals Sekretzellen dienen und auch in dieser Weise eine biologische Schutz-leistung ausüben, und bei der Sarsaparillwurzel (Fig. 62), wo die Hvpo-dermiszellen zugleich verdickte Wände besitzen und die Hypodermis aus