§ 2. Die Anordnung' der Gewebeformen.
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Hauptwurzel und verhalten sich dann bezüglich des endständigen Meristem-komplexes, des Vegetationspunktes, wie die Hauptwurzel der Pflanze. Inder Achse entstehen die Meristemkomplexe, welche sich zu Nebenwurzelnausbilden, in ähnlicher Weise zuerst im Innern der Achse und zwar ge-wöhnlich aus embryonalen Zellen, welche aufserhalb von jungen Gefäfs-strängen liegen und diesen dicht anliegen, in den embryonalen Siebsträngen,oder, wenn schon ein Kambium entstanden ist, in der äufsersten Schichtvon letzterem zwischen zwei Gefäfsbüudeln.
Tritt sekundäres Dickenwachstum einer Achse ein, so bildet sich imnormalen Falle aus den noch im meristematischen Zustande befindlichenZellen der Gefäfsbündel, welche zwischen dem Gefäfsstrange und Sieb-strange liegen, und aus seitlich zwischen den Gefäfsbüudeln liegendenParenchymzellen ein geschlossener, hohlcylindrischer Meristemkomplex,welcher die Achse bis zu ihrer Basis durchzieht uud mit dem Meristemdes Vegetationspunktes oft in direkte Berührung tritt. Dieser schliefslichdie sekundäre Rinde von dem Holzkörper trennende Meristemcylinderwird Kambium oder Verdickungsring der Achse genannt. In ähn-licher Weise entsteht aus Parenchymzellen, welche innerhalb der Endo-dermis der Wurzel, zwischen den Gefäfssträugen und Siebsträngen desradialen Gefäfsbündels der Wurzel liegen, ein schliefslich dem der Achsegleich gestaltetes Kambium. Die Kambien der Achsen und Wurzelnsetzen sich aneinander an. Ungefähr gleichzeitig mit den Kambien bildetsich in Achse und Wurzel, aufserhalb des Kambiums, in der Peripherieder Organe eine hohlcylindrische Merisfcemschicht, das sogen. Phellogen,aus deren äufseren Elementen sich eine Korkschicht bildet.
2. Die Epidermis der Achsen, Blätter und Wurzeln
und die dieses biologische System vertretenden und in seinen
Hauptleistungen unterstützenden Gewebekoinplexe: Kork-
schicht, Hypodermis und Wurzelhaube.
Die Epidermis der höheren Pflanzen bildet längere oder kürzereZe lt die aufserste Schicht der Wurzel-, Achsen- und Blattorgaue undder Samenknospen, schliefslich auch der Früchte und Samen der Phane-rogamen. Außer denEpidermiszellen, welche die Hauptmasse der ein-schieb igen Zelllage bilden, findet man in der Epidermis der Achsenorganeund Blattorgane meist Spaltöffnungsapparate in größerer Anzahl, seltenund in geringer Anzahl Wasserspalten eingelagert. Ferner sind oft mehroder weniger zahlreiche Meristemzellen der äufsersten Zellschicht zuHaaren der verschiedenartigsten Form und biologischen Bedeutung ent-wickelt, deren Fufsstücke zwischen die Epidermiszellen eingelagert sind.in selteneren Fällen hegen in der Epidermis auch Sekretzellen (z. B. Öl-zeüen, Cystohthenzellen) oder die oberste Zellschicht von Nektarien (z. Bölattmiterseite von Prunus Laurocerasus) und anderen Secerniernngs-apparaten. In allen Fällen bleibt dabei der Zusammenhang zwischen Jen