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1 (1891)
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Vorwort.

Als Lehrer der pharmazeutischen Jugend und als Apothekerhabe ich sattsam Grund und Gelegenheit gehabt, mich mit der phar-mazeutischen Unterrichtsfrage zu beschäftigen und unter Berücksich-tigung der jetzt bestehenden eigentümlichen und interessanten Ver-hältnisse des Apothekerstandes nach einer Gestaltung des pharma-zeutischen Unterrichts zu suchen, welche für den Staat und denApothekerstand vorteilhaft ist. Dazu war in Überlegung zu ziehenwas heute die hauptsächlichste Aufgabe des Apothekerstandes sei'und wie sich diese in Zukunft gestalten könne, welche Leistungender Staat am zweckmäßigsten von dem Stande verlangen solle Ichbin bei Untersuchung dieser Frage zu dem Resultate gelangt dafskurz ausgedrückt, als die wichtigste Aufgabe des Standes, heute undfür absehbare Zeiten die intensive wissenschaftliche und praktischePflege der Apothekerwarenkunde im weitesten Sinne betrachtetwerden müsse. Mit anderen Worten, der deutsche Apotheker mußdas Streben, welchem er bisher seine angesehene Stellung imdeutschen Lande verdankte, das Streben nach dem Ziele der Gesell-schaft die Arzneimittel unter voller, durch wissenschaftliche Kennt-nisse ermöglichte Garantie der Echtheit, Reinheit und Zweckmäßig-keit zu liefern, im erhöhten Maße zeigen, er muß das genannte Zielintensiver ms Auge fassen und muß sich die Fälligkeit zu erwerbensuchen, diese unter jetzigen Verhältnissen sehr schwierige Auf-gabe voll ZU lösen.

Die Schwierigkeiten dieser Aufgabe haben sich allerdings sehrgehäuft durch den schnellen Wechsel der Medikamente, durch diepraktische Nötigung, die Präparate aus den Fabriken, die Drogenim geschnittenen und gepulverten Zustande zu beziehen, und es istwahrlich unter diesen Umständen keine kleine Aufgabe rar diewissenschaftliche Thätigkeit des Apothekers, Mittel und Wege zulinden, um die Echtheit und Reinheit dieser Stoffe nachweisen zukönnen, und keine geringe Aufgabe Üu- den praktischen .Apotheker,jedes Arzneimittel auf Echtheit und Güte zu prüfen. Und doch mufs,