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III. Allgemeine Anatomie.
luftführenden Intercellularräume besteht darin, dafs sie als Behälter undLeitungsröhren der aus den Zellen der Pflanze ausgeschiedenen Gase undals direkte Zufuhrwege der Luft zu deu im Innern der Pflanze liegendenZellen dienen.
§ 2. Allgemeines über die Form der Anordnung und desmorphologischen Zusammenhanges der Gewebeformen und Zellformenin der ganzen Pflanze und über die physiologische und biologische
Bedeutung derselben.
In diesem Abschnitte sollen die bei vergleichender Betrachtung allerPhanerogameu am häufigsten wiederkehrenden Formen der Anordnungder verschiedenen Zell- und Gewebeformen kurz besprochen werden, essoll die normale Anordnung der Gewebeformen in grofsen Zügen ge-schildert werden. Wo wir biologische Gründe für die Art der Anordnungzu kennen glauben, wollen wir sie mitteilen und zur Erklärung der An-ordnung herbeiziehen. Im allgemeinen wird es für den Leser diesesBuches zweckmäfsig sein, wenn er dieses Kapitel nach dem Studium derin den folgenden Kapiteln gegebenen anatomischen Beschreibungen desBaues der äufseren Organe der Pflanze nochmals durchliest, da sich diebeiden Darstellungen ergänzen und ein volles Verständnis dieses Para-graphen erst nach Kenntnisnahme der eingehenderen Einzelbeschreibungder Organe möglich ist.
1. Die Anordnung der Meristemkomplexe.
Der normal entwickelte Embryo besteht grösstenteils aus embryo-nalem Gewebe ttnd völlig ausgebildeten Zellen, nur die Spitze der Haupt-wurzel und der primären Achse besteht aus einem Komplexe von Meristem-zellen, welcher allerdings oft schon sehr hoch oben an der Anordnungund Form der Elemente eine der definitiven Ausformung des Organesentsprechende Gliederung erkennen läfst (siehe Fig. 64), dem Vegeta-tionspunkte. Seitlich am Vegetationspunkte der Achse finden sichkleine Meristemhöcker, die Anlagen der Blätter. Bei der Weiterent-wickelung der Pflanze erhalten die Spitzen aller Achsenzweige durchTeilung des ursprünglichen Vegetationspunktes der primären Achse eben-falls gleichgebaute endständige Meristemkomplexe. Die Gewebe derBlätter bleiben am längsten an ihrer Basis im embryonalen Zustande, be-sitzen aber im entwickelten Zustande kein Meristemgewebe. Alle Neben-wurzeln der Pflanze bilden das Urmeristem, aus welchem sie hervorgehenund dessen Nachkommen sie später auf ihrer Spitze tragen, aus embryo-nalen Parenchymzellen, welche unter der Endodermisanlage der relativenHauptwurzel liegen, also aus der äufsersten Parenchymzellenanlage desradialen Gefäfsbündels der Wurzel, meist über einem primären Gefafs-strange. Sie durchbrechen bei ihrem Wachstum die Rinde der relativen