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1 (1891)
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III. Allgemeine Anatomie.

0,03 mm grofses, farbloses Tröpfchen einer sehr zähflüssigen Substanz be-zeichnet, weiches in dem weniger zähflüssigen Cytoplasma eingebettetliegt. Dieses Tröpfchen (Fig. 21 K) ist jedoch nicht homogen, sondernes lassen sich in ihm einmal das kugelige Kernkörperchen (der Nukleolus),welches ebenfalls zähflüssig und farblos ist und in chemischer Beziehungvon der übrigen Kernsubstanz verschieden zu sein scheint, ferner, bei sehrstarker Vergröfserung, charakteristische Strukturverhältnisse, welche beischwächerer Vergröfserung den Kern feinkörnig trübe erscheinen lassen,erkennen.

Die Chromatophoren, welche sich im Ei finden, sind wie derZellkern im Cytoplasma liegende, aber kleinere, ebenfalls eine feinereStruktur aufweisende Gebilde. Ihre Konsistenz scheint zwischen der desZellkerns und des Cytoplasmas zu liegen. Über die verschiedenen Rich-tungen, in welchen sie sich zu entwickeln vermögen, werden wir späterNäheres mitteilen.

Die Zellsaft Vakuolen. In der Eizelle findet man im Cytoplasmaeinen oder mehrere mit dünnflüssiger, wässriger Flüssigkeit (Zellsaft) ge-füllte Räume oder, was dasselbe sagen will, man findet einen oder mehrereTröpfchen Zellsaft im Cytoplasma, welche jedoch stets von einer besondereEigenschaften besitzenden, der äufsereu, körnchenfreien Schicht des Cyto-plasmas ähnlichen Hautschicht (Tonoplast genannt) umgeben sind. Solche,also wohl stets (mit Ausnahme der trockenen Samen) wenigstens teilweisemit wässriger Flüssigkeit gefüllte, von einem Tonoplast umgebenenRäume nennt man Vakuolen, besser Zellsaftvakuolen, um sie von allenanderen kleineren oder gröfseren Räumen im Cytoplasma zu unterscheiden,welche durch in demselben enthaltene Einschlüsse, Tröpfchen oder auchfeste Körper (z. B. Krystalloiden der Kartoffelknolle, Ölkörper der Moose)gebildet werden.

Die Einschlüsse der Protoplasten. Schon in der Eizellekommen in den besprochenen Organen des Protoplasten hie und da ge-formte Einschlüsse, z. B. Stärkekörner in den Chromatophoren, vor; dochkönnen der Eizelle auch solche Einschlüsse ganz fehlen. Fast stets findenwir diesen oder jenen geformten Einschlufs dagegen in anderen Zellendes entwickelten Pflanzenkörpers. Solche in ihrem Auftreten in denZellen so unregelmäfsige, geformte Bestandteile der Zelle können wirgegenüber dennormalen Organen" des Protoplasten (Cytoplasma,Zellkern, Chromatophoren und Zellsaftvakuolen) als anormale Bestandteiledes Protoplasten bezeichnen und annehmen, dafs sie (vorzüglich die festenKörper) von untergeordneter Bedeutung für das Leben der Protoplastensind. Am einfachsten drücken wir diese Anschauung aus, wenn wir dieseanormalen Formbestandteile (Krystalle, Krystalloide, Oltropfen, Stärke-körner etc.) alsEinschlüsse" der Organe des Protoplasten be-zeichnen. Wir müssen dabei stets festhalten, dafs sie niemals ganz ohnephysiologische Bedeutung für die Zellen sind, in denen sie vorkommen,