§ 1. Die Hauptzellformen.
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Fig. 21.Eiapparat von Hyacinthus non-scriptus.6' Nucellusscheitel der Samenknospe, g Ge-hülfin. Cy Cytoplasma des Eies. A" Zell-kern mit Nukleolus (X). Cr Chromatophor.V Vakuole des Eies.(Abbildung nach Schimper.)
Zellen durch Teilung weiter vermehrt und so nach und nach wieder zursameutragenden Pflanze heranwächst.
Betrachten wir eine derartige Eizelle genau, so erkennen wir folgenden
Bau derselben. Die ganze Zelle (welchevor der Befruchtung membranlos war)ist von einer dünnen, aus Cellulose be-stehenden Haut umgeben, welche imallgemeinen die Form eines kleinenSackes hat. In diesem Sacke liegt dersogenannte Protoplast oder Plasma-körper oder Protoplasmakörper derZelle. Dieser Protoplast macht imgrofsen und ganzen den Eindruck einerschleimigen, zähflüssigen Masse, welchejedoch nicht homogen ist, sondern ver-schiedenartige, tröpfchenförmige, mehroder weniger dichte, mehr oder wenigerzähflüssige, teilweise auch starre Par-tieen erkennen läfst. Trotz der Klein-heit der Masse (der Durchmesser eineskugeligen Protoplasten beträgt ungefähr0,15 mm) ist der Protoplast doch inganz gesetzmäfsiger Weise gegliedert.Ähnlich wie die ganze Pflanze in bestimmte äufsere Organe gegliedert ist,und wie diese wieder in Zellen gegliedert sind, 1 welche als Elementar-organe der höheren, äufseren Glieder aufgefafst werden können, bestehtder Protoplast aus Organen, welche für unsere Beobachtungsmethodensehr einfach erscheinen, aber dennoch in chemischer und physikalischerBeziehung sehr fein und für die verschiedenen Pflanzenspecies sehr ver-schiedenartig gebaut sein müssen, wie schon daraus hervorgeht, dafs dieunter sich so ähnlichen Eizellen der verschiedenen Pflanzen zu so gänzlichverschiedenen Pflanzeuformen heranwachsen.
Die wichtigsten Organe des Protoplasten der Eizelle (und wie wirsehen werden, der Zelle im allgemeinen) sind:
1. Das Cytoplasma, 2. der Zellkern, 3. die Chromatophoren,4. die Zellsaftvakuolen.
Das Cytoplasma (Fig. 21 Cy) ist eine farblose, mäfsig zähflüssige,wahrscheinlich durch sehr feine Tröpfchen oder Körnchen verschiedenartigerNatur mehr oder weniger trübe Masse, über deren feineren Bau undChemismus wir noch nichts Sicheres wissen. Höchst wahrscheinlich bestehtes aus sehr zahlreichen chemischen Substanzen. Die äufserstä Schicht desCytoplasma ist körnchenfrei, relativ zähflüssig und wahrscheinlich andersgebaut als der iunere, leichtflüssigere, trübere Teil desselben.
Der Zellkern (auch Nukleus genannt) ist seiner gröberen physika-lischen Beschaffenheit nach geschildert, wenu mau ihn als eiu etwa