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nismen zu sein. Nach Chirone und Testa sind manche wirbel-lose Thiere unempfindlich dafür. Ich sah in einer 1 °/ 00 Lösung inQuellwasser nach 24 Stunden noch Infusorien (Vorticellen, Para-maecium) und Diatomeen in lebhaftester Bewegung, sowie Faden-algen nicht im Mindesten beschädigt.
Was das von Homolka studirte Cantharidin betrifft, so kommtihm nach Spiegel (1892) wahrscheinlich die Constitutionsformel zu:
CH 2
H 2 C
H 2 C
-CO
■CO
:o
CH*
Es käme also ein hydrirter Benzolkern und eine labile Keton-gruppe* in Betracht. Es ist ein intensives Gift für Warmblüter, nurder Igel soll grössere Mengen ertragen. Es greift die Verdauungs-organe sehr stark an, wirkt auf Schleimhäute und I farnwerk-zeuge, bei grösseren Gaben auch auf das Nervensystem, und wirktathmungslähmend. Auch kantharidinsaure Salze sind noch starkgiftig, indem 0,001—0,005 g von kantharidinsaurem Natron subcutaninjicirt beim Menschen Albuminurie erzeugen (Grüttner).
Versuche mit Pflanzen sind nicht angestellt worden.
Höchst merkwürdig und der weiteren chemischen Untersuchungwerth ist auch das Gift, welches in den Ovarien einiger japanischerFischarten (Tetrodon; jap. Fugu) zur Laichzeit vorkommt undöfters Vergiftungen in Japan hervorruft, wo diese Fische genossenwerden. Die Wirkungen äussern sich bei Kaninchen, Katzen undHunden auf Respiration, Herz, Blutdruck und Nerven, wie diejapanischen Forscher Takahashi, Tahara, Miura, Takesakiund Inoko mittheilten. 1 ) Diese Forscher haben ferner festgestellt,dass das Gift weder zu den toxischen Proteinstoffen, noch zu denAlkaloiden gehören kann, dass es leicht diosmirt, in Wasser leicht,in absolutem Alkohol schwer, in Aether nicht löslich ist und selbstbei stundenlangem Kochen nicht verändert wird.
*) Arch. exp. Path. 26, 401; Vir eh. Arch. 122, 92 u. a. O.