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Roger wirken Kupfersalze, besonders auch Kupferalbuminat sub-cutan injicirt, weit giftiger als per os.
Relativ resistent gegen Kupfersulfat ist der gewöhnliche Schimmel-pilz, (Penicillium), der erst bei 0,25% Kupfersulfat in der Nähr-lösung eine bedeutende Störung des Wachsthums erfährt (Manas-se'i'n 1. c). Hiegegen sind wieder Conidien mancher Pilze äusserstempfindlich gegen Kupfersalze. 1 )
Zu den schwächeren Metallgiften gehört der Eisenvitriol. Pha-nerogamen in Nährlösungen gesetzt, die 1 °/ 00 dieses Salzes ent-halten, können über eine Woche lang lebend bleiben (Bokorny).
Von den Chloriden des Nickels und Cobalts töten 2—4 mg einenFrosch. 2 ) 0,0625 g Ni SO4 töten ein Meerschweinchen. 3 ) Hunde ver-tragen nach Roos 0,166 g Nickelacetat pro Tag ohne Störung.
Uransalze sind sehr giftig für Thiere. Von weinsaurem Uran-oxydnatron reichen 0,5—2 mg pro kg Körpergewicht hin, um denTod unter Lähmungserscheinungen herbeizuführen.')
Zinksalze sind für Phanerogamen etwa dreimal so giftig alsBleisalze (Nobbe). Manche Pflanzen gedeihen zwar auf zinkspath-haltigem Boden und weisen dann in ihrer Asche oft bis 1% ZnO auf;aber in Nährlösungen, welche bis 0,02% eines Zinksalzes enthalten,gedeihen sie nicht mehr, die Wurzeln sterben bald ab. (Freitag).
2 mg Zinkacetat sind letal für Frösche.
Nach Rieh et sind Cadmiumsalze für Milchsäure-Bacillen weitgiftiger als Zinksalze; 5 ) während 0,15 p. mille Cadmiumsulfat dieGärthätigkeit dieser Bacillen hindert, wirkt 1 p. mille Zinksulfatnoch nicht schädlich. Wismuthsalze scheinen für Gärungspilzenicht stark giftig zu sein, (; ) für Thiere aber sind leicht lösliche
') Richet (C, r. 97) verglich die Gewichtsmenge von Metallen, welche in Formvon Chlorid in 1 Liter Wasser gelöst, Fische binnen 48 Stunden töten, und fand für
Mg" 0,00029 gr
Zn 0,0084
Cd 0,017
Cu" 0,0033
Ni 0,125
Fe'" 0,014J ) Coppola, J. Th. 15, 76.
s ) Laborde und Riche, Chem. C. 1888, 289.*) Woroschilsky, Chem. C. 1890 II. 453.
5 ) C. r. 114.
6 ) Massen und Pawlow, J. Th. 17, 495.