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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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367
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_ Von unhei'liqen Gelübden.

ges,Malach. 1 .14. In diese Art der Sünde fallendiejenigen am leichtesten, die in eitle Noch gerathen,und also aus Noch grosse Gelübde chun, die siegerne, wenn die Angst vorüber, unterließen. DasGewissen halt ihnen ihre Zusage, die Schuld ma-chet, nachdrücklich vor. Damit sie sich dieser Pla-ge entledigen; so thun sie in etwas, ihrem heiligenVersprechen ein Genüge, und meynen, sie hattengethan, was sie zu thun schuldig gewesen. Allein,bestehet man ihr unwilliges Herze, ihre abgekürzteZusage, und andre Umstande, so kan man kein an.der Urtheil sprechen, als daß sie dem Allerheiligstendadurch beleidigen, wenn sie eine erzwungene Er-kantlichkeit gegen ihn an den Tag legen.

F. n.

Bey denen Gelübden hat ein weiser Christ einigenochwendige Regeln zu bemerken. Erstlich.Man muß sich nicht leicht durch ein Gelübde zu ei-ner Sache, ohne alle Bedingung verbindlich ma-chen, sondern vorher Me weise Vorsicht gebrau-chen, ehe man sich dazu entschließet. Die Gründedieser Regel sind: Wer leicht verspricht, kan auchgar leicht ein stündlicher Schuldener werden. Diechristliche Freyheit des neuen Bundes hat uns vonder Nothwendigkeit derselben entbunden. Es istsichrer dieselben zu unterlassen, weil sie den Einfälti-gen gar leicht in den Aberglauben stürzen, uiid ihmein blindes Vertrauen auf verdienstliche Werkemachen können. Ueber dem ist nicht leicht einStück des Gottesdienstes , da der alte Bund auf-gehöret, zu finden, dazu nichtein Christ ohne dem

ver-