Zyr Das sieben zehnte Capitel
falsche Absicht, das was dem HErrn bey solchenGaben gefallen kan, welches ein reines und willi-ges Herz ist. Endlich so thut der wohl, der daVermögen hat zu geben, daß er dahin stehet nachden Umstanden der Zeiten und des'Orts, daßseine Gaben würklich zur Verherrlichung des Höch-sten angewendet werden. Auch hiebey ist dasNothwendige dem Nöthigen, das Beste dem Gu-ten vorzuziehen. Wer seine Güter so altwendenkan, daß dieselben zum ausersten Hülfsmittel die-nen, viele lebendige Tempel des heiligen Geistesdurch die Gnade zuzubereiten,,, der verherrlichetGOtt mehr, als wenn er es sonst anwendet.Die Klugheit muß einem jeden darin die bestenRathschläge geben, welches fie thzrt, wenn derAberglaube nicht den Verstand benebelt, und denWillen verdorben hat.
Das siebenzehnte Capitel.
Von scheinenden Sünden bey
den Eydschwüren.
Inhalt.
§. i. Was ein Eyd sey und die Wichtigkeit desselben.§.2. Ist ein Stück des zufälligen Gottesdienstes. Eswird aber dabey unter dem guten Schein gesündiget.§. z. Durch die That, wenn man ohne Noch schweret.§.4, Wenn man sich zur sündlichen That durch mnenEyd verbindet.
§.;. Durch Brechung des Eydes, da man solches ausunzeitiger Liebe gegen seinen Nächsten thut.
§. 6 . Durch