;66 _ Das fünfzehnte C apitel
es gemeinet, nicht anders als wenn sie GOtt miteinem zwendeutigen Orakel abspeisen könten, damiter sich befriedigen ließe. Andre scheuen sich nichtGOtt zu lügen, als wenn sie alles gegeben, wassie ihm gelobet, was sie doch nicht gethan haben.So machte es Ananias, der alle seine Güter derGemeinschaft der Christen übergab, wie bey demAnfänge des Christenrhums sehr gebräulich war, a)und doch einen guten Theil vor sich allein behielte.Er wurde ein schändlicher Betrüger des Allwissen-den, und meynere, als wenn er seine Gelübde be-zahlet hätte. Wer weiß, was er vor eine geheimeMeynung gehabt, damit er sein Gewisien befrie-diget. Er empfing aber den Lohn seiner Ungerech-tigkeit, als ihn die Rache des gerechten GOttes zuBoden warf, Apost. Gesch.V. 5. und durchseinenTod allen Lebendigen die Erinnerung eindrückte:GOtt lasst sich nicht spotten. So sündigendiejenigen die ihr Gelübde halten, aber nicht so hal-ten, wie sie es gelobet haben, sondem nach chremEigenwillen es einrichten, welchen sie doch durchihre Zusage gebunden haben. Das sind die Vor-theilschen, die Malachias im Namen des HErrnbestraffet: Verflucht sey der Vortheilsche, der inseiner Heerde ein Männlein hat: und wenn er einGelübde thut, opfert er dem HErrn ein untüchti-___ges
») Was es mit der Gemeinschaft der Güter bey denersten Christen vor eine Beschaffenheit gehabt, kanman in des Herrn Abt Mosheims Lommenra-rion sehen, covr»rtt«ro«e öo-ro»-«-», welche hernach in»ovr /sro, von neuem abge.
drucket w».»den.