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Johann Just Ebelings Past. zu St. Paul in Hildesheim Sünden Der Menschen, Die unter Dem Schein des Gottesdienstes begangen werden : In Ansehen Derer Tugenden und Pflichten die unmittelbahr auf Gott gehen
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Von der unreinen riebe GOttes.

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er auch durch die Hülfe seines Schwerdts zu ent-rinnen. So gehet es auch vielen andern Menschen,die ihre Verrichtungen, als lautere Würkungender im Herzen wohnenden Liebe GOttes ansehen.Es ist aber öfters nur ein Spiel der Natur, wel-che der Gnade nachahmet, oder es verstecket sichihre unrichtige Absicht dabey unter eine heiligeDecke. Liebesproben können dem Schöpfer nichtgefallen, wenn sie nicht aus einer reinen Quellekommen.

§. 7-

Die wahre Liebe ist die grösieste unter allenGOtt-gefalligen Tugenden, weil sie die Wurzel ist,woraus alle andren hervorwachsen. Wer denSchöpfer rechtschaffen liebet, der kan ohnmöglichmit Vorbedacht wider ihn sündigen. Darum sa-get auch ein Kirchenlehrer des ersten Christen-thums: Liebet nur und dann thut, was ihr wollet.Es ist daher alles daran gelegen, daß die LiebeGOttes in unfern Herzen ausgegosien werde.Ein Mensch, der auf seinen Seelenzustand Acht hat,wird bald bey sich merken können, ob der Glaubebey ihm die Liebe gewürket. Er darf sich nur prü-fen , ob er fleißig an GOtt gedenke, sich an seinerHerrlichkeit vergnüge, und immer bemühet sey, den-selben zu gefallen. Was einer recht liebet, darandenket er auch, und fteuet sich über das Gute, waser an demselben findet. Wer einen recht liebet,der wünschet auch nichts mehr als sich demselbeninimer gefälliger zu machen. Das gilt auch inAnsehung der Liebe GOttes, welche eine himmlnsche Tugend ist, die der Geist der Gnade win ket.

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