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Johann Herbeck : ein Lebensbild
Entstehung
Seite
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gleich, wälzte sich der Zug durch die mit Menschen gefüllten beleuchteten v«L>festlich geschmückten Straßen der Leopoldstadt und inneren Stadt W der «WIoscfstüdter Glacis ausgestellten Colossalbüste Schiller's. Dort vereinigte« sichder Wiener Männcr-Gesang-Vcrein, der akademische, der Sängerbund «dder „Technikergesangverein" unter der Leitung Herbeck's und brachte« M«Ms-sohn's „An die Künstler" und Dürrner's „An die Freude" zum BmItttM,Freilich durfte diese Production keinen Anspruch auf eine besonders gSmßlM Ne-urtheilung machen, da es einem großen Theile der Sänger in Kotze L«fcrnnng und des dichten Rauches, welchen die Unmasse von Fackeln «MMiMrm,unmöglich war, den Dirigenten zu sehen. Dann hielt Heinrich Lande die Wstmche,nach deren Beendigung ein stürmischer Jubel aus tausenden vom Kehl« tGchKMertönte. Mit einer Liedertafel beim „Grünen Thor" fand die Wer Mr UieSänger ihren Abschluß, Bald daraus betheiligte sich der Ma«mer-Mks«U-Verein bei der Enthüllungsfeier des dem Meister Mozart von der EmmimieWien gewidmeten GrabmonnmcnteS. Es ist das Loos mancher großer Mmiiwmz,welche die geistigen Schatzkammern eines Volkes mir nnermchlich« MiichchimmnMgefüllt haben, daß man, wie es bei Lessing und Mozart-) der FM isst, ÄstStellen, wo ihre Körper begraben liegen, vergißt. Die pietatVolle MschMMmußte sich also begnügen, das Denkmal ans jenes Grab zw setzmz, mMMannähernd als die Ruhestätte Mozarts angenommen werden konnte. MoMtk'K„Abendlicd" und ein „Festgesang" von Herbeck bildete das «nMaksÄL Wun-gramm der einfachen aber würdevollen Feier.

Mit Kraft und Eifer waltete Hcrbeck nun seines mühevolle» LnMA rimwsmusikalischen Sultans. Im zweiten Gesellschafts-Concerte brachte er Nr MM MiSmalMOrte» damals schon abgespielte Ouvertüre zu „Abu Hassan" Von WMnr„ eiiiireizendes Stückchen, als neu zur Ausführung, welche Thatsache HxMiSllM^ miiittRecht ein Curiosnm nennt. Den Schluß machte die dritte AwMhtMW ((mWien) von Schnbert's Symphonie in O-äur, nach deren BeendiGMU Wiirmx-temps, der im Conccrtsaale als Zuhörer geweilt hatte, aufHerldM ,Mllmm mildihin ohne viele Umstände den Antrag stellte, er möge an SiMr

nach Dresden gehen. So gerne Hcrbeck den ungemein ehrendem AmAM MW--nommen habe» würde, so veranlaßte ihn doch hauptsächlich seine LiieN MÄi-iwiz,denselben abzulchnen. H Hatte Hcrbeck mit dieser ausgezeichneteM WÄNMMrder Schnbert'schen Symphonie sich den Dank des Pnblicnnis schon M lhiiMmGrade erworben, so feierte er mit einer vollständigen AnMhrmmG ,„Mnmfred"-Mnsik von Schumann einen wahren Triumph. Von Seite Nv WesstW-schafts-Direction wurde ihm in Anbetracht der SchwimHkÄ» NA MmEvs

y Jahresbericht 1860. S. 6.

2 ) Es könnte einem das Herz blnten, wenn mau bei Jahn d« SchiMwAAH NK Bv--gräbnisses Mozarts liest.

3) Hanslick, a. d. Concertsaal. S. 183.

y Brics voin Jnli 1864, Anhang S. 63.