Druckschrift 
2 (1822)
Entstehung
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

2

meist unverändert, nur zieht cs fast immer den Tonauf das a, also au: Baum, Traum, Saum;dock lautet es, in einigen Landschaften, blos wie a':B a' m, Tr a'm, S a' in. Um Augsburg und Ulmwandeln sich die gedehnten a in au: Sch aus,S chlauf, statt Schaaf, Sch laf.

3) Das ai, ay der früheren Büchcrfprache,geht in einigen Landschaften in oy oder oi über,in andern in uy: Stoin, Boin, i moyn, oderiptuyn. Buyn, i muyn, statt Stein, Bein,ich mcyne. Das reine ei oder ey dagegen bleibtmeist unverändert.

4) Das e erleidet mancherlei) Umwandlungen;

s) das lange c in 6a: Lcaba, wcarda, gca-

ba, statt Leben, werden, geben;

b) das kurze 6 entweder in i: d'Jngcl, Finster^ statt die Engel, Fenster; oder am Ende in

6: Bnbls, Mädlö, welches in der Nähe der

Schweiz völlig in y übergeht: Bübly, Kindly.

c) Das eh in ei und ai: eirst, die Eih, wai

statt erst, die Ehe, wehe.

5) Das i sinkt mcistlich zum e oder gar zum eberab: bcndcn, senden, die Stemme, stattbinden, finden, Stimm e.

6) Das eu breitet sich zum ui aus: huir,huit, Stuir, Fui r s. f., statt h euer, Heu t,Steuer, Feuer.

7) Das ö lautet entweder bcynahe wie e, oderes wandelt sich in oi: bois, loisen, statt bös,löse n.