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Wenn der Todestag ein Angsttag ist, so verstehen wir dieTodesangst, den Todesschweiss; wir wissen, warum Leute so häufigauf dem Closet vom Schlage getroffen werden (Angstdiarrhoe). Wirverstehen auch die Euphorie vor dem Tode. Es ist dieselbe Eu-phorie, die stark betonten periodischen Tagen so oft vorangeht.Das Unglück kommt dann unerwartet, da wo man es am wenigstenvoraussetzt. Deshalb sagt die Sprache zur Ankündigung vonetwas Schlimmem: „Eines schönen Tages aber geschah’s.“
Daten von zwei anderen Fällen mögen hier noch mitgetheiltwerden:
Fall 151- Der Vater einer Patientin, der 50jährige Ingenieur D.s
hat am 2. October 1895 den ersten Schlaganfall erlitten. Die Wieder-holung desselben am 13. Mai 1896 raubte ihm plötzlich das Leben.
Die Distanz zwischen diesen Daten ist 224 oder 8 X 28 Tage.
Fall 152. Der Gärtner, II. G. ca. 40 Jahre, der seit Langem eine auffallendePupillendifferenz und reffectorische Pupillenstarre besass (alte Lues),bekam am 5. April 1896 den ersten paralytischen (Tobsnchts-) Anfall.Am 3. Mai, genau 28 Tage später, ereilte ihn der Tod.
Für die Paralyse ist das ein lehrreicher Fingerzeig. Nichteine Mischinfection von zwei verschiedenen Bacterienarten (Sy-philis -)- anderem Bacillus), wie man neuerdings gemeint hat, dürfteihr Eintreten ausmachen. Viel verständlicher wäre es, wenn eindurch die Syphilis verändertes Sexualtoxin die Mischintoxicationhervorbrächte (analog den postinfectiösen Lähmungen). Dann ver-stehen wir auch, warum die Paralyse meist erst wenn die Zeit derMenopause naht ihre Opfer fordert; und die Bevorzugung derMänner liesse sich dadurch begreifen, dass von specifisch männlichenToxinen die Hauptschädigung ausginge. Diese stünden der Frauweniger zu Gebote, fehlten ihr aber keineswegs. Denn es kannkeinem Zweifel unterliegen, dass wir alle doppelgeschlechtlich an-gelegt sind, und dass jedes Geschlecht nur nach einer Richtunghin besonders ausgebildet ist.
Jetzt, wo wir die Bedeutung von Geburts- und Todestagenkennen, wo wir wissen, dass durch die periodischen Vorgänge,welche ihnen zu Grunde liegen, die Generationen mit einander