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In diesem Beispiel ist die Wirksamkeit des Cocainversucheszu zwei verschiedenen Malen erwiesen worden. Auch der Wieder-eintritt der Schmerzen mit Nachlass der Cocainwirkung, die von6-33 bis 8 Uhr angehalten hatte, ist sehr markant. Ebenso dieprompte Wiederbeseitigung' der Schmerzen.
Fall 54. Charlotte B .... 1, Dienstmädchen, 23. Jahre. I para.
15. Juni 1895. 3-16 Uhr Nachm. Unwohlsein schmerzlos, regel-mässig, seit dem 15. Jahre. Wehen seit gestern. Blase steht. Muttermund1 Mk.-Stück gross. I. Schädellage. Kopf noch über dem Beckeneingang.Nase: deutliche cyanotische Schwellungen an den unteren Muscheln undden Tuberculis septi Schmerz: Kreuz-Bauch-Symphyse.
3-16 Wehe l*/ 4 Minute Dauer, sehr schmerzhaft.
3-18 Cocain 20°/ 0 Wattebausch.
3-19 Wehe 1 1 / 4 Minute ebenso schmerzhaft.
3-22, 3-25, 3-29, 3-31 dasselbe.
3-33 Zweite Cocainisirung 20°/ 0 , Nase noch recht empfindlich.
3-35 nur Steiss- und Sympliysenschmerz, kein Kreuz- undkein Bauchschmerz. „Der Schmerz ist nach unten gegangen.“
3-40, 3-45, 3-46, 3-48, 3-52, dasselbe. Nur am Steiss und überder Symphyse kurze Schmerzen.
Da ich die Beobachtung unterbrechen muss, notirt der Practicant,dass die früheren Kreuz- und Bauchschmerzen erst 7 - 20 wiedergekehrtseien.
Die Wirkung hat also diesmal 3 Stunden angehalten.
• Wilhelmine Z . . . e, 36 Jahre. III para.
21. Juni 1895. 11 % Uhr Vorm. Hatte immer Dysmenorrhoe.(Schmerzen in Kreuz und Bauch überdauern den Bluteintritt.)
Blase gesprungen. Muttermund 5 Mk.-Stück gross.
Nur rechtes Tuberculum septi geschwollen. Bereits tagelang be-stehen Kreuzschmerzen. Wehen seit einigen Stunden: Schmerzen anKreuz, Bauch, Symphyse.
11-53 Cocain 20°/ 0 an den Genitalstellen der Nase.
11-54 sehr schmerzhafte Wehe.
11- 56 Bauch- und Kreuzschmerzen geringer.
12- 00 Bauchschmerzen fort, Kreuzschmerz ganz gering, nur immerstärkeres Drängen nach unten.
12-02, 12-04, 12-06. u. s. w. alle 2 Minuten. Kreuzsclimerz ganzverschwunden.
12-30 nur Drang nach unten. Abbruch der Beobachtung.