Druckschrift 
Mittelniederdeutsches Handwörterbuch
Entstehung
Seite
318
Einzelbild herunterladen
 

SCHADE-KOP

Sl8

SCHALLEN

schade-köp, venditio periculosa,schndelilt, schädlich.schnde-Iös, ohne Schaden, Nachteil;schadelös-bref, Urkunde, worin Schad-loshcdtung zugesichert, wird.schaden, sw. v. schaden; weh thun (vvatschadet di, was fehlt dir ?) ; = be-schatten, Geldstrafe auferlegen.schilderen = schoderen.schadesam, schädlich.schadinge, Schädigung, Schaden.schadmve, -dewe, m, Schalten.schaf, was geschabt ist, Schalmei.schalten, sw. v. ordnen, bestimmen; be-werkstelligen , ausrichten,; herbei-schaffen.

Schalter (schaltencr), der die Herbei-schaffn,) ug, Ausrichtung und, Besor-gung irgend einer Sache hat, procu-rator ; bes. der zu Festlichkeiten ein-ladet, aufwartet, auch die Kasse führt,überh, die ganze Besorgung hat.schalterie, 1. Besorgung, die ein Schaffe)'hat. 2. Gelage, ('orporationsfcslmahl.schalterschop — schalterie.schaltoni(e), heleborus.schaf-isern, Schabeisen.schafnissc, Verwaltung, Ordnung.schaf-ris(cli), -rusch; -riet, equisetumhiemale, cauda equina, apparilla, jun-cus, corrosivus papirus.sehnst, m. Lanzen-, Sperschaft.

Schaft, Geschliffenes, Creatur; Be-schaffenheit, Gestalt.schaftich, schaftartig.schnf-worin, Schabewurm (Aftcrmade,Springwicrm ?).schage = sage, saie (d. Zeug).schalt u. schalt, n. Schach, Schachbrett,-spiel; s. heilen, S. bieten, ltrigen,schachmatt gestellt werden; up demschake speien, dobelen, S. spielen.schält, Baub.schaken, sw. v. rauben.schäkere, Bäuber, Schächer.selmlt-spil, Schachspiel; dat s. speienunde ten, & spielen.

schak-tafele, Schachbrett; Spiel aufdemselben; auch schaktafel-spel.scliak-tatelen, sw. v. in Form einesSchachbrettes aufstellen, symmetrischordnen.

schal, schal (von Geschmack); v. denAugen: trübe, blöde.schal, m. Schall, bes. Freudenlerm;Brocession (unter Musik); Kunde,Gerücht.

schalback, -eh, e. geringe Sorte Heringvgl. schawak.sehalbar, anrüchig.

sehal-bort, das äussere runde, welchesin der Länge, eines Stammes vornBauholze abgesägt wird, damit es diegevierte Form, bekommen soll.schale, f. Napf, Trinkgefüss; eines s.drinken, jemandes Gesundheit trin-ken; als bestimm tes Mass (wie heiter);Frucht-, ( 'onfcct.sch.ale ; IVagschale;als Geschmeide, (von, Silber) auFrauenröckcn; Beschlagstück amSchwertgriff oder Messerheft.schale, eine .Pferdekrankheit, K.roslosn.schale, schaler, sclmller, schaloen, herum-streifender I’osse.ure.isser.schaleren, lerme.n, prahlen, mhd, scbal-liereu.

schal-holt, Holz, zum Verschalen oder— schalbort.

sehnlich, schal (von Bier etc.)sclmlinge, Verschalung, Verkleidung mitBrettern.

schallt, m, 1. Diener, Knecht. 2. Mannvon knechtischer Gesinnung, vonbösem, ungetreuem Character, Bube;de olde s., »der edle Adam«. 2. diekleine Stütze, worauf ein Sparrenoder Balken ruht.

schallt, adj. boshaft, arglistig, uichls-würdig.

schalkaftich«. sehalk(e)lik, adj. — schallt,schalk-dore, sw. m. Schalksnarr.schal kenne, Knechtschaft, Sklaverei.schiilkes-vunt, Ränke, Kniffe einesSchalkes.

schallt-gnade, simulierte Gnade.Schalkheit, Büberei, Nichtswürdigkeit,sehnl-knop, Knopf, der zu dem Ge-schmeide schale gehört.schallt-krank, scheinkrank.schalk-vroin, scheinfromm.schallen, sw. v. schal machen (v. Mu-sikern u. musikal. Instrumenten);lennen, schreien; laut seine Freude,kundthun.