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Mittelniederdeutsches Handwörterbuch
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SATE

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SCHADE-(H)AETICH

sate, f. 1. Beruhigung, Ruhe, Stille. 2.Vereinbarung, Vertrag, Vergleich,Friede. 3. Festsetzung, Tarif; Ver-zeichnis (der dienstpflichtigen Ritterund Dienstmänner). 4. Versetzung,Verpfändung u. concr. das versetz,iePfand, Unterpfand, Hgpoihck.sate.-}H>\i,Protoe.alll)Uchnbersa.ten-,-hra\ic,f. Bruch einer säte; -braker, -breker,der e. säte übertritt; -bref, Urkundeüber e. säte; -liere — satesman;-schriver, der das satebök führt.sätetik, ruhig, sanft, gesetzt, geduldig.säten, sw. v. 1. beruhigen, stillen, sedare.2. beilegen, schlichten, versöhnen, ver-einigen. 3. festsetzen, bestimmen,ein-, ansetzen. 4. versetzen, ver-pfänden. 5. festsetzen, ins Gefängnissetzen. (1. refl. seinen, Sinn n. Thätig-keit worauf setzen; sieh vorbereiten,rüsten (gew. mit up); sich, verhaltengegen, sieh, stellen zu (to).salene — säte, f.sater-, saters-dach, Sonnabend.sates-inan (Flur. -lüde), der bei einersäte zugegen ist, sie bezeugt n. be-kundet, der für die Vollziehung der-selben zu sorgen hat; überh. Aufseher,Vorsteher, Commissar.sates-vredc, Friede, über den man sichverglichen hat.sät-gro(i)ne, saatgrün.sat-beit, saturitas,satieli, ruhig, friedsam, placidus,saticheit, Ruhe, Friede; Sanftmut.Satiren, sw. v. 1. stillen, beruhigen. 2.festsetzen, bestimmen, ordnen. 3.refl. sich festsetzen, niederlassen.satin, ein halbes Loth (1 M. = 4 ferding,W Loth, 32 Satin); im Münzwesenauch der Weisssud.

sät inge, sattinge, f. 1. Einung, Vergleich.2. Einsetzung, Bestimmung. 3. Fest-setzung, Wertbestimmung, Schä-tzung. 4. Festsetzung, Verhaftung.5. Versetzung, Verpfändung u. concr.Unterpfand.

sät-korn, Saatweizen (Ggs. ätkorn),-laut, Ackerland; -man, October ;-rogge, Saatrocken.satte, f. — sät, m.sattinge — satinge.

satureie, Saturei, e. Gewürzpflanze.save-oondiit — salveconduit.savel-, saven-bdm = sevenbom.sax, •». Messer (nur noch in fries. Ge-genden) ; -dät, Thal mit dem Messer,Messerstich.se-, s. seh-,

sonnt, kaum (engt. scanty?); /. sears?sebabbe, Lump, schäbiger, armseligerKerl.

sebabbieb, krätzig , schorfichl.sebabiose, scabiosa.

sebaebt (= scliaft), m. Schaft, grade,runde, überall gleich dicke Holzstange(zum, Messen — 7 Fuss); Lanzen-,Speerschaft, muh diese Waffen selbst;Schaft im, Websluhl; bei. Pferden —penis, Rute; als Mass bei Tiefen: eineRute breit u. laug, ein Fuss tief;Schacht im Bergwerke, Brunnen-schacht.

seliaebt-al, e. Art Aale als Handels-artikel; -bolt, Schachtholz, Beitel;-rowe, Ruhe vorn Lanzendie.nst, Zeitder Befreiung vorn Heerdienst; -snidev,SchachIsclmeider, Drechsler (ver-fertigt Mulden, Schaufeln etc.).sclmcb(t)-tafele = schaktafele.sebaeken: Messer-, Schwerthefte ge-schäcket (als Fehler), an einandergestückt ?

schacheret, gewürfelt, wie ein Schach-brett.

sebadaftieb = schadehafticb.schade, m. 7. Schaden, Nachteil, Be-schädigung. 2. Vermögensnachteil,bes. der durch Verzinsung einerSchuld entsteh,t, daher — Zins: geltup schaden nemen, Geld gegen Zinsanleihen; up schaden gan, verzinsetwerden.

schade, m. Schatten.schade-borge, der Gegenbürge, der fürdie Bürgschaft eines andern mit ein-steht ; bes. bei Urfehden, der mit demHauptschwörcr die Urfehde beschwört,fidejussor; auch medelover genannt.schade-gelt, Geldschaden, Verlust; Straf-geld, Geldbusse; bes. Zins.schade-(h)aftieli, 1. Schaden nehmend,schadhaft. 2. Schaden verursachend= missededer.