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Darüber das geschriebene Wort. Ich erinnere mich übrigens, dassdiese Bilder in meiner Kinderzeit viel lebhafter und deutlicher waren.Ich glaube noch zu wissen, dass dieser Schild von einem zuPferde sitzenden Ritter in voller Rüstung übrig geblieben ist, unddie Schnüre deute ich auf ein Gitterbett, in dem ich in meinenersten Jahren schlief. Ich kann mich erinnern, seinerzeit bemerktund erzählt zu haben, dass ich das Bild eines braunrothen Hand-schuhes auf einer Aushängetafel mit dem Mittwoch verband. DerHandschuh ist vollständig geschwunden, das Braunroth ist geblieben.Überhaupt scheinen mir die farbigen Flächen am hartnäckigsten zupersistieren. So ist die Zahl 7 noch heute mit einem intensivenHimmelblau associiert; ich glaube mich darauf zu besinnen, dass esursprünglich eine Illustration zu dem Märchen »Die 7 Raben« war,wo diese Vögel sich von einem tiefblauen Himmel abhoben. Ichsehe übrigens von weiterer Häufung der Beispiele ab. Nur will ichnoch bemerken, dass die Verschwommenheit und Undefinierbarkeitder Bilder eine so große ist, dass ich sie nur mit unserer Erinnerungan Träume vergleichen kann, wo man dann nicht weiß, sollte diesesBild eine Bibliothek darstellen oder eine Stadt? eine Stiege odereine Kirche? Doch, wie gesagt, ich kehre zur Theorie zurück.
Da erhebt sich denn zunächst die Frage, ob diese Begriffscorre-late sich wirklich nur im Sprecher bilden. Ich kann hier nichts thun,als auf meine eigene Erfahrung, eine wiederholte und peinlicheSelbstbeobachtung mich berufen. Nur darf man sich nicht durcheine naheliegende Störung täuschen lassen. Wenn man das Wortselbst ausspricht, so ist man ebensogut Sprecher wie Hörer. Aberauch, wenn man von anderen eigens zu diesem Zwecke einzelne,abgerissene Worte aussprechen Hesse, so läge kein experimentumcrucis vor. Man spricht dann einfach leise mit; und überdies ist esvon vorneherein ausgeschlossen, dass man ein solches, künstlich ausdem Zusammenhang gerissenes Wort verstehen, d. h. die ent-sprechende Einzelvorstellung bilden könnte. Aber im wirklichenGespräche habe ich als Hörer solche, an einzelnen Worten haftendeBegriffscorrelate nicht constatieren können.
Und auch eine doppelte Erklärung scheint mir nicht fernzu-zuliegen. Dem Hörer fehlen die Innervationsgefühle, welche erst dieAssociation zu einer wirklich .innigen und gleichzeitigen machen.Während ich noch vorstelle, innerviere ich schon. Aber beim Hörenist meine Aufmerksamkeit auf Laut und Vorstellung nacheinandergerichtet. Zum Entstehen einer »Complication« aber ist ein Neben-