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Zur Psychologie der logischen Grundthatsachen
Entstehung
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alle Einzelheiten und setzt an ihre Stelle allgemeine Begriffe; unddie mangelnde Weite des Bewusstseins entzieht uns den gleich-zeitigen Überblick über deren Beziehungen und setzt an derenStelle Urtheile und Schlüsse. Zu diesen beiden Mängeln hinwiederumsteht unsere Natur in sehr verschiedenem Verhältnis. Den ersterenhat sie von der Thierheit und Kindheit überkommen und ist stetigbestrebt, ihn zu mildern und auszugleichen; der andere wurzelt indem specifischen, gesellschaftlichen Wesen des Menschen undspottet jeder fortschreitenden Bekämpfung. Das Genie, dem wirdie Eigenschaft zuschreiben dürfen, die Welt abzuspiegeln, stehtan der Grenze zwischen diesen beiden Entwickelungstendenzen. Esvereinigt die auf der Isolierung beruhende Ursprünglichkeit derJugend mit der auf Beobachtung und Erfahrung J 'gfegründeten Unter-scheidungskraft des Alters: kurz es vereinigt in seinem Denken dieVorzüge der Bestimmtheit und Anschaulichkeit, die sonst mit ein-ander im Streite liegen.

Dies sind einige der hauptsächlichsten Thesen, deren Erörte-rung und Bekräftigung die nachfolgende Untersuchung gewidmetist. Doch um nun zu dieser überzugehen, beginnen wir mit demersten zuerst.

2. Auf diesen schwierigen Gebieten ist eine Untersuchungnicht viel wert, die nur an einem einzigen Faden fortschreitet: seies an dem einer subjectiv berechtigten Überlegung, sei es andem einer willkürlich ausgewählten Reihe von äußeren Thatsachen.Man wird auch hier trachten müssen, die Deduction durch dieThatsachen zu verificieren. Aber freilich darf auch die Deductionnicht von apriorischen Voraussetzungen ausgehen. Vielmehr musssie anknüpfen an das uns bekannte, empirisch gegebene Seelen-leben. Dessen Elemente gilt es durch Analyse des Subjects aufzu-decken und sie dann bewahrheitend in ihrer objectiven Vereinzelungnachzuweisen. Dies vorausgeschickt, können wir beginnen.

Fingieren wir zunächst einen, von jedem gesellschaftlichenLeben isolierten Einzelnen und statten wir ihn der Einfachheithalber vorläufig mit einem vollkommenen Wahrnehmungsvermögenaus oder, was dasselbe ist, sehen wir von dessen Unvollkommen-heiten einstweilen ab. Ein solcher Einzelner wird offenbar seingesammtes Erfahrungsmaterial in den Formen der (inneren undäußeren) Wahrnehmung und Erinnerung beherrschen. Er wirdder vorausgesetzten Vollkommenheit des Wahrnehmungsvermögensgemäß alle Einzelheiten in ihrer Besonderheit unterscheiden und