Die Nachbarvölker.
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standen und hier gleichsam als Münze kursierten, scheinen vvnden Haidas weniger geschätzt worden zu sein. Dagegen dientenauch bei ihnen Sklaven als Werteinheit; aber einen noch höherenWert legten sie dein natürlichen Kupfer bei, das vvn Nordeilher, also wahrscheinlich vom Kupfer-Fluß stammte, und in Plattenvon bestimmter Gestalt und Größe, von ca. Vs ^ Länge undV 4 ur Breite, unter ihnen kursierte; 10 Sklaven sollen ehemalsfür solch ein kostbares Stück gezahlt worden sein; jetzt ist derWert dieser Platten dadurch, daß nachgemachte Platten von ge-wöhnlichem Kupfer in Cirkulativn gekommen sind, etwas gesunken,doch werden sie immer noch 40 bis 80 wollene Decken wert ge-schützt. Jetzt ist unter den Haidas wie an der ganzen Küste diewollene Decke, das Blanket, das allgemeine Zahlungsmittel. Diefür den Handel der Hudson-Bai-Compagnie gefertigten Blanketssind durch eingewobene Punkte am Rande gekennzeichnet, diebesten haben vier Punkte, daher ,,tonr xoint blanlrots" genannt,die schlechtesten nur einen Punkt, ,,ono point blanirets". Alsanerkannte Werteinhcit gilt ein einfaches ,,2*/z point blanÜLt",sodaß man selbst von einem großen ,,4 xoiirt blarcköt" sagt,daß es so und so viele Blankets wert sei. Auch die Hudson-Bai-Compagnie nimmt diese Blankets, wenn sie gut erhaltensind, von den Indianern wieder als Zahlung an. — ReicheLeute besitzen mehrere hundert Blankets, die, sorgfältig znsammen-gelegt, in großen Kasten aufbewahrt werden.
Die Mhthen der Haidas sind leider nicht so vollständig be-kannt, wie die der Tlinkit; die von Dawson gegebene kurzeAnalyse derselben zeigt uns jedoch schon ihre wesentliche Ueber-einstimmnng mit denen der letzteren. Bei der Wichtigkeit desGegenstandes lasse ich in wörtlicher Uebersetzung nach Dawsondie Haida-Tradition über den Ursprung der Dinge folgen.
„Vor sehr langer Zeit entstand eine große Flut, durch welchealle Menschen und Tiere umkamen mit Ausnahme eines einzigenRaben. Dieser Rabe war aber nicht ein gewöhnlicher Vogel,sondern, wie alle Tiere in den alten Jndianerfabeln, besaß er ineinem hohem Maße die Eigenschaften eines menschlichen Wesens.So konnte er auch sein Federkleid nach Belieben an- und ablegen,gleichwie ein gewöhnliches Gewand. Es wird sogar erzählt ineiner Version der Sage, daß er von einer Frau geboren wurde,