Die Nachbarvölker.
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Unterschieden ist es besonders die Verschiedenheit der Sprache,welche diese Völker scharf von einander trennt, nnd welche sogroß ist, daß Buschmann kaum eine Aehnlichkcit zwischen dendrei Sprachen erkennen konnte *).
Die Haidas haben ebenso lange wie die Tlinkit mit denEuropäern Berührung gehabt, aber ihre Beziehungen zu den-selben beschränkten sich auf den gelegentlichen Besuch von Handels-fahrzeugen; Faktoreien und Missionsstationen sind erst in neuererZeit unter ihnen errichtet worden. Daher sind die Nachrichtenüber sie recht spärlich und in einzelnen Reiseberichten zerstreut;eine etwas ausführlichere Schilderung finden wir nur in derArbeit von Dawson: On bbs Unicla, Inäinns ob birg HnssnOlrnrlotts Islnnäs, an die wir uns auch in der folgenden Dar-stellung in der Hauptsache halten.
Die Haidas bewohnen die Königin Charlotte-Inseln, nachDawson von ihnen „Uniün-Irrvön" genannt, die kleinen Forrester-Jnseln und den südlichen Teil der Prince of Wales - Insel. Dieauf der letzteren Insel lebenden Haidas werden Kaigani ge-nannt; der Tradition nach sollen sie erst vor etwa 150 Jahrendorthin eingewandert sein.
Die Gesamtzahl der Haidas scheint jetzt der der Tlinkit be-trächtlich nachzustehen. Weniaminow rechnete noch für die KöniginCharlotte-Inseln allein 8000 Seelen, für die Kaiganis inkl. derBewohner von Tschassin 1350 Seelen.. Zwischen den Jahren1830 bis 1841 wurden durch John Work 6593 Haidas auf denKönigin Charlotte-Inseln und 1735 Kaiganis gezählt^); deramerikanische Censnsbericht von 1880 dagegen schätzte die Zahlder Kaiganis auf nur 788 Seelen, und die gegenwärtige Bevöl-kerung der Königin Charlotte-Inseln wird von Dawson ans nichtmehr als 1720 bis 2000 Seelen angenommen. — Daß dieselbe
0 Buschmann. Die Spuren der aztekischen Sprache. S. 678.
0 Andere Lesarten sind: Hyder, Hydah (Macfie), Haidah (Swan).
Von den Tlinkit werden die Haidas „De-kr-un" genannt. (Tichmenewschreibt „VsiOnn", 1. o. I, 119.)
') Andere Schreibweisen sind: Kegarnie (Dünn), Ky Gargey (School-craft), Kaiaganies, Ky-ganneis, Kliarakans (Seott), Kygany (Anderson), Kyganie(Sconler), Kalgarny (Roqnefeuil) n. a. m.
0 Dawson 172 L.