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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
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Mythen der Tlinkit.

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sie durch ihre Anklänge au die alttestamentliche Paradiessageetwas verdächtig erscheint.Ju einer kleinen Bucht in derNähe der alten Niederlassung der Sitkas," sv horte Lisianskyvon einem Indianer ans Hvodsnoff (Chütsinn),lebten einst zweiBrüder, deren Abstammung nicht bekannt war. Sie aber hattenalles im Ueberflnß, bis eines Tages, als sie zusammen amMeeresstrande gingen, der jüngere von ihnen, der Chat hieß,ein Meergewächs, das wie eine stachliche Gurke anssah, fand,und dasselbe kostete. Als dies der ältere sah, sagte er ihm, daßer eine verbotene Frucht gegessen hätte, und daß infolge dessender Ueberflnß, dessen sie sich gegenwärtig erfreuten, aufhörenwürde, und daß sie für ihren Unterhalt würden arbeiten müssen.Da fingen sie nun an ihr Unglück zu beklagen. Als bald daraufeinige Einwohner von Stahin diesen Ort besuchten, wollten siebeide Männer zu Sklaven machen; aber diese stellten ihnen ihrenelenden und hülflosen Zustand vor und baten um ihre Freiheitund nur die Erlaubnis, einige Frauen ihres Landes heiraten zudürfen, welche sie lehren konnten, sich in der Welt zu be-nehmen. Diesem Wunsche willfahrten die Stahiner; die beidenBrüder aber bekamen viele Kinder und wurden die Stammväterdes Sitkavolkes."')

Die folgende kleine Erzählung ist deshalb bemerkenswert,weil sie rein menschliche Verhältnisse behandelt und bis auf dieMetamorphose am Schluß sich von der üblichen Verknüpfungmit Wunderbarem frei hält. Wir hörten sie in der Handels-station Tschilknt.

Ein Gunana lebte mit seinem Weibe und seinem kleinenSohne in einer Hütte am Fuße eines hohen Berges. Aufseinen Jagden kam er auch auf die andere Seite des Berges undhier fand er eines Tages in einer Hütte ein Weib, zu dem ersich so hingezogen fühlte, daß er mit ihr lebte und ihr seineganze Jagdbeute brachte. Nur selten besuchte er noch seine ersteFrau und sein Kind, die ans Mangel an Nahrungsmitteln inbittere Not gerieten. Als er wieder einmal nach langer Ab-wesenheit zu seinem Weibe kam und ihr etwas Fleisch brachte,gab diese es ihrem Söhnchen mit den Worten:das ist alles,

*) Lisiansky 166.