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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
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Mythen der Tlinkit.

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keit das Canoe, dann nahm er beide Hälften ans seine Schaltern,trug sie zu seinem Oheim und warf sie ihm vor die Füße.-Nun sagte der Häuptling, daß er gern einen Tintenfisch essenmöchte. Jälch machte sich heimlich ein kleines Canoe, das erunter seiner Decke verbarg, dann fuhr er in einem Canoe mitdem Oheim auf den Fang des Tintenfisches aus. Als Jölch nun,der an der Spitze des Bootes stand, den Tintenfisch fangenwollte, brachte der Oheim das Canoe ins Schwanken, sodaß derJüngling in das Wasser stürzte; dann kehrte er, in dem Glauben,daß der Neffe ertrunken wäre, nach Hause zurück. Da es bereitsdunkel geworden war, hatte er nämlich nicht sehen können, wieJölch sein kleines Canoe hervor nahm und dasselbe unter sichthat. Jälch fing noch erst den Tintenfisch und ruderte dannan den Strand. Darauf brachte er den Tintenfisch seinein Oheimund warf ihn ihm zu Füßen. Da schwoll der Tintenfisch aufund wurde größer und größer, bis daß er das ganze Haus er-füllte. Zugleich stieg das Wasser, die Flut draug herein undalle Menschen kamen um. Jölch aber zog seinen Vogelbalg anund gab einen zweiten seiner Mutter, welche ihn auch anlegte;daun erhoben sie sich beide in die Luft. Jelch flog so hoch, daßer mit seinem Schnabel in den Himmel stieß und zehn Tagelang an demselben hängen blieb; die Flut aber stieg so hoch, daßsie ihm bis au die Füße reichte. Als nach dieser Zeit das Wassersich wieder verlief, ließ er los, um auf die Erde herabzukommen.Er fiel aber gerade auf einen Hansen Tang herunter').

Die Fabel über den Ursprung Jölchs finden wir zuerst beiLütkes, der sie den Aufzeichnungen Chliebnikows entnommenhat. Wiewohl dieselbe hier weniger vollständig wiedergegebenist, lasse ich sie doch auch in dieser ältesten Fassung einiger be-sonderer Züge wegen folgen.

Z Weniaminow führt an, daß nach Aussage der Stakhins Jölch auf dieKönigin Charlotte-Inseln gefallen sei, nnd von dort, nachdem er einen Zweigder Cedcr, »tsvImAn" genannt, in den Schnabel genommen habe, auf die be-nachbarten Inseln geflogen sei. Ueberall nun, wo er ein Stückchen dieser Cederfallen ließ, wächst jetzt dieser Baum. (Weniaminow 44 )

Eine wörtliche Ucbersetznng der Weniaminowschcn Bersion von dem Jölch-Mtzthns findet sich bei Erman. (Ztschr. f. Ethn. II, 372 bis 374.)

") Imtks, Vo^'NAS nutonr ein inoncks. lürrtiö Iiiot,. Bd. I, S. 189.

Krause, Mnkit-Judianer. 17