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8. Kapitel.
von derselben Persönlichkeit herrührenden möglichst ohne Unter-brechung folgten, indem nach dem Abwickeln eines Stückes andas Ende desselben gleich der Anfang des folgenden gehaltenwurde. — Die Verteilung selbst ging außerordentlich schnell vonstatten. Sofort, nachdem die Zeuge in der beschriebenen Weisevorgeführt waren, immer unter derselben einförmigen Gesang-begleitung, wurden sie in Streifen zerteilt, wobei das Einschneidennur nach dem Augenmaße erfolgte. — Jedem der Gäste wurdedann sein Anteil unter lautem Aufruf seines Nameus zugeworfeu,doch nicht alle erhielten gleich viel; der Häuptling Don-e-wakbekam stets den Löwenanteil. Dazwischen wurden die Gästeauch mit Beeren, Zucker und Tabak bewirtet; die Beeren gabman ihnen löffelweise, meist direkt in den Mund, den Tabakreichte man in großen, mit Schnitzfiguren versehenen Pfeifenherum, welche von den Gästen der Reihe nach ausgerauchtwurden. — In dieser Weise wurden an den vier AbendenWaren im Werte von mehreren hundert Dollars verteilt. —Der Schamane des Rabeustammes sprach dann zum Schlußjedem einzelnen der Geber in längerer Rede den Dank seinesStammes aus.
Die Verbrennung der Leiche findet meist noch vor Beendigungder viertägigen Feier statt, gewöhnlich am dritten oder viertenTage nach dem Tode, bisweilen aber auch erst später. NachHolmberg fahren arme Leute, die nicht im stände find, die be-deutenden Kosten der eben beschriebenen Feier zu tragen, mitder Leiche hinaus und verbrennen sie in einem abgelegenenSunde. — Sonst geschieht die Verbrennung gewöhnlich in nächsterNähe der Wohnung des Verstorbenen. — Die Verbrennung einesTschilkat-Jndianers, der wir beiwohnten, ging am frühen Morgenvor sich. Gleich hinter dem Hause, in welchem der Leichnamgelegen hatte, war ein Scheiterhaufen aus starken, etwa 2 nrlangen und regelmäßig über Kreuz gelegten Stammstücken anf-geführt worden, in dessen Mitte die znsammengekrümmte undvon den Frauen in Tücher eingehüllte Leiche Platz fand. —Darauf wurde der Holzstoß angezündet. Männer und Frauenstanden oder hockten dabei regellos herum bis auf einige Indianer,welche sich in eine Reihe gestellt hatten und unter einförmigemGesang mit langen Stäben taktmäßig auf ein zu ihren Füßen