Häusliches Leben.
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Handel zu überwinden. Trotzdem später sowohl seitens der rus-sischen wie seitens der amerikanischen Regierung die Verabreichungvon geistigen Getränken an die Eingeborenen aufs strengste ver-boten wurde, gelang es diesen doch immer, sich durch einen aus-gedehnten Schmuggelhandel in den Besitz des Fenerwassers zusetzen; das Schlimmste aber war, daß sie selber die Bereitungeines berauschenden Getränkes kennen lernten. Ein weißer Händler,namens Brown, ein verabschiedeter Soldat, der längere Zeit dieFabrikation heimlich betrieben hatte, soll sie die Kunst gelehrthaben. Der Destillationsapparat wird aus Petrolenmkannenzusammengesetzt, und als Wurm dient entweder der hohle Stammdes Niesentanges, Llaoroo^stis p^riksra oder auch eine ausBlechgefäßen zusammengesetzte winkelige Röhre. Statt der vonden Händlern der Nordwest-Handelsgesellschaft nicht mehr an dieIndianer gelieferten Melasse sollen bereits neben Zucker auchKartoffeln und andere stärkemehlhaltige Substanzen zur Bereitungdes Gährungsstoffes benutzt werden ^). Nach den Chütsinus,welche zuerst die Fabrikation betrieben, führt das für einen euro-päischen Gaumen kaum genießbare Getränk den Namen Hutschinn.
') In dem Bericht von Morris über Alaska wird die Bereitung des»Ilocxwsnoo" oder »Ilootrsnoo" folgendermaßen beschrieben: „An einer leeren,5 Gallonen haltenden Petrolcnmkannc wird an einem Ende ungefähr in der Mitteeine Dille angebracht von etwa 3 Zoll Durchmesser, die ca. ^ Zoll hervorsteht.Dann besorgt man einen Deckel für die Dille, welcher in der Mitte ein Lochvon etwa 1 Zoll im Durchmesser hat. Ein 6 bis 7 Zoll langer, bisweilengerader, gewöhnlich aber zickzacksörmiger Wurm von 1 Zoll im Durchmesserwird ans Blech gemacht und das eine Ende desselben an den Deckel der Dilleangelötet. Die Gährungsmasse bereitet man gewöhnlich nach folgendem Rezept:I Gallone Melasse, 5 Pfund Mehl, V 2 Büchse Hefepulver, dazu hinlänglichWasser, nin eine» dünnen Brei herznstellen. Die Mischung wird neben dasFeuer gestellt und, wenn sie warm und sauer geworden ist, in die Kanne biszu des Inhalts gefüllt und dann gekocht. Den Wurm leitet man durcheine Tonne mit kaltem Wasser, in welcher der aus der Mischung anfstcigendcDampf sich verdichtet. Die ans dem Ende der Röhre herabfallenden Tropfenwerden aufgefangen und noch warnt getrunken. Geruch und Geschmack des Ge-tränkes sind gleich widerwärtig." (Morris 61.)
Ein anderes Rezept für die Gährungsmasse lautet: „Man nehme etwasBohnen, Reis, Kartoffeln, einige Rosinen, Hefe oder Hopfen, gieße etwas Wasserdarüber, rühre den Brei um, koche ihn eine Stunde lang, tiberlasse ihn dannder Gährung und beginne darauf mit der Destillation."