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Die Tlinkit-Indianer : Ergebnisse einer Reise nach der Nordwestküste von Amerika und der Beringstraße ausgeführt im Auftrage der Bremer Geografischen Gesellschaft in den Jahren 1880-1881 durch die Doctoren Arthur und Aurel Krause
Entstehung
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4. Kapitel.

lett an einer Lederschnur und bisweilen noch in einem besonderenLedertäschchen auf der bloßen Brust zu tragen. Von den Be-wohnern der Jakutat-Bai berichteten Jsmailvw und Botscharow,daß sie krähenschnabelähnliche Stücke aus Eisen mit Augenbrauenvon Kupfer verfertigten und dieselben allenthalben mit sich herum-führten,wodurch sie ihrer Erfahrung zufolge große Hilfe undBefestigung ihrer Gesundheit zu erlangen sich einbildeten"').

Ein eigentümlicher Haarschmnck sind hölzerne, mit Perlenbestickte Rollen, welche die jungen Mädchen im Nacken tragen,indem ein Zopf hindurchgezogen wird. Seltener und hohergeschätzt ist ein recht hübsch aus Dentalien und Perlen gearbeiteterSchmuck, der wie ein breites Band von den Haaren über denRücken bis fast zur Erde hcrabhängt.

Die Männer tragen die Haare, die stark mit Fett eingeriebenwerden, schlicht und lassen sie ans den Nacken herabfallen ^ nurdie Haare der Schamanen sind in Strähnen und Flechten ge-teilt, welche während der Beschwörungen lang an dem Rückenherabhängen, in einen: von uns beobachteten Falle bis zu denKniekehlen, sonst aber am Hinterkopfe ausgestellt werden. DieFrauen tragen die Haare wie die Männer, nur länger und vorngescheitelt. Zum Zeichen der Trauer werden sie aber ebenfalls imNacken kurz geschnitten. Bei den Mädchen beobachteten wir öftersaußer dem bereits erwähnten Zopfe, der durch die hölzerne Rollegesteckt wird, noch vorn zwei kleine Zöpfe, welche von der Stirnüber die Schläfe gezogen waren und so das Haar einrahmten.

lieber den Gesundheitszustand der Eingeborenen spricht sichBlaschke, der als Arzt um das Jahr 1836 in Sitka thätig war, imallgemeinen günstig aus. .Er behauptet, daß sie infolge des fastbeständigen Aufenthalts in freier Luft, mit fast entblößtem Körperund ohne Kopfbedeckung und durch die täglich auch zur Winterszeitgenommenen Seebäder sehr abgehärtet und selten Krankheiten unter-worfen seien. Doch gehe von den neugeborenen Kindern, die allenWechselfällen der Witterung und den Seebädern selbst im gefrorenenMeere ausgesetzt würden, ein großer Prozentsatz zu Grunde. Die

-) Pallas VI, 231.

2) Bon den Jakntats behauptet Jsmailvw, daß die Männer ihr Haarnicht abschnitten, sondern nur oben an einem Orte zusammenbänden, cs mitroter Farbe bemalten und mit Vogelfedern schmückten. (Pallas VI, 230.)