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1078.
I
Abte Benedict 11. des Klosters San Michele della Chiusa, dessensich Gregor VII. schon 1074 angenommen hatte, worauf aber derGegensatz alle diese Jahre fortgeführt worden war, bis jetzt derPapst denselben durch sein Gebot geschlichtet zu haben glaubteErst im December folgte noch, vom 15. des Monates, eineKundgebung, die abermals beweist, wie weit hinaus Gregor VII.seine Einwirkung zu erstrecken gedachte. Der Papst hatte schon1077, in einem Schreiben vom 6. November, den Sohn und Nach-folger des Dänenkönigs Svend, Harald Hein, daran erinnert, daßseinem Vater in sorgsamer Weise Ehre und Berücksichtigung vomrömischen Stuhle zugedacht worden sei, wie denn dieser zu jenerZeit fast nirgends unter den Königen einen zweiten so treuen undergebenen Sohn habe finden können, wobei nur dessen fleischlicheGelüste seiner Vollkommenheit im Wege gewesen seien. Die gleicheGesinnung wollte jetzt der Papst dem Sohne, König Harald Hein,entgegenbringen, und so gab er ihm seine eindringlichen Er-mahnungen, ganz besonders, daß er für die Armen, die Waisenund Wittwen hülfreich sorge und die Kirche in seinem Lande vorbösen Menschen schütze, zu diesem Zwecke sich mit dem Papst inVerbindung halte und Boten an ihn sende. Nunmehr, ein Jahrspäter, schrieb Gregor VII. an den König Olaf den Stillen vonNorwegen, um ihm ähnliche, Wünsche und Ermahnungen mitzu-theilen. Denn er weiß, daß für diesen gleichsam am äußerstenRande des Erdreichs gebietenden Herrscher die sorgfältige Wach-samkeit des apostolischen Stuhles um so größer sein muß, je ge-ringer dort die Menge der christlichen Lehrer und ihrer Hülfsmittelsein könne. So will Gregor VII. den König in seinem Glaubenbestärken. Gerne möchte der Papst getreue und wohl unterrichteteBrüder zu Olaf hinaussenden, um ihn im Glauben zu befestigen;aber wegen zu großer Entfernung und mangelnder Sprachkenntnißschlägt er nun ein anderes Mittel vor, das er auch schon demDänenkönig mitgetheilt habe. Olaf soll aus den jüngeren an-gesehenen Leuten seines Landes geeignete Personen nach Nomsenden, damit sie von da, unter den Fittigen der Apostel Paulus
"°).Zu dieser vom 24. November datirten päpstlichen Feststellung derpax, I. 5085 (ksgistr. VI, 6, I. c., 335 u. 336), vergl. schon Bd. II, S. 434v. 178. Lehmgrübner, Bcnzo von Alba (Historische Untersuchungen, herausg.von I. Jastrow, VI. Heft), zieht, 70 u. 71, aus Benzo, Xck Rsinrieurn IV.impsratorein, Inb. V, das in c. 8 stehende Gedicht herbei: Vanrinoiwi episeopo,in dem der Bischof zu einer lange gewünschten, endlich gewonnenen Erwerbungbeglückwünscht wird (88. XI, 653). Er muthmaßt, daß die im Gedichte er-wähnte trinitL8 — non est in torra, nwi in spiseopis — auch in den ab-gekürzten Worten Pi. 1. X. gemeint sei — LZo (8v. Benzo), Vaurinoiww,X8tan8i8 (der auch in I. 5085 wegen seiner oxistiinatio im Streit mit SanMichele angerufene Bischof Ingo) —, sowie daß man unter der Eva —Xani 8i äixsrw lloo liivas, annnittso ponioriuni; gensraliit tibi lingna perpb8iinpropsriuin — die Markgräfin Adelheid von Turin zu verstehen habe, vorder Benzo augenscheinlich — vergl. Lehmgrübner, 64, in n. 5 — Furchtempfand.