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Heinrich IV. hatte den festen Willen, seinen Abgang nachItalien zu beschleunigen; aber das vermochte er in gesichertererWeise nur zu bewerkstelligen, wenn er das deutsche Reich möglichstberuhigt hinter sich zurücklassen konnte. So hatte er eben noch-mals den Versuch begonnen, die Sachsen mit Waffengewalt zumGehorsam zu bringen, denselben jedoch alsbald aufgegeben. Nunschlug er, ganz am Ausgange des ablaufenden Jahres, einen zweitenWeg ihnen gegenüber ein. Er betrat die Bahn der Unterhandlung,und dabei scheint er sogar das Mittel angewandt zu haben, dieSachsen dadurch für sich zu gewinnen, daß er ihnen seinen kleinenSohn, den noch keine vollen sieben Jahre zählenden Konrad, alsKönig zur Wahl anbot, wohl in der Weise, daß dieser dann ganzallgemein als deutscher König anerkannt morden wäre und deinNamen nach die Reichsverweserschaft während des Vaters Abwesen-heit gehabt hätte; so wäre jeder Wahl eines anderen Gegenkönigsan Rudolf's Stelle von vorn herein entgegengewirkt worden. Aberals dieses Anerbieten zu den Sachsen kam, soll Otto von Nord-heim, dein Bruno die Gabe znschreibt, sehr ernsthafte Dinge scherz-haft mit einem Witzwort zu verhüllen, die gröbliche Antwort ge-geben haben, er habe schon oft gesehen, daß von einem schlechtenRinde ein schlechtes Kalb gekommen sei, und so habe er nicht nachdem Sohne und nicht nach dem Vater ein Begehren *).
Bruno, Os bsilo 8oxorneo, s, 125, fährt gleich im Anschlüsse an dieStelle von S. 343, n. 178, fort: rnisit aä 8axonss togatoo (so. Osiurioub), utguanäoguiäsm uolisnt ssss sink rs§s, tilium sumn sidi laesrent rsgsin, segusillis jurars, guoä numguam intrarst tsrram Laxonias, worauf Otto — bientsolitub joeoss magna seria nonnulto bedsmats Inäsnäi vslars — die in denText gesetzte Antwort gegeben habe (88. V, 381). Jedenfalls hat hier derSachse das Angebot des Königs, das gar nicht unwahrscheinlich ist, ganz nachseiner Weise interpretirt. Kaum ist irgendwie mit Sander, Der Kampf Hein-rich's IV. und Gregor's VII. von der zweiten Exkommunikation des Königsbis zu seiner Kaiserkrönung, 54 n. 1, anzunehmen, daß etwa „im Rate dersächsischen Großen" „der ja an sich sehr naheliegende Gedanke einer Erhebungdes jungen Konrad zum Gegenkönig" ernstlich erwogen worden sei (vergl.Bruno, I, c,, e. 130: Orineipss 8axoniao ounetis gsntibus Vdsntonioas iinguas- - , lsgatos inibsrrwt, rogantss, nt Ilsinrieo tiiiogns sius sxosxto gusinlibstalmin rsotorsm sligsrsnt -—: I. o,, 384).