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6 (1907) 1106 bis 1116
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1112 .

der früheren heftigen Kämpfe in Mailand ein Opfer feines leiden-fchaftlichen Eintretens für die Pataria geworden war, gegen GrossolanKlagen laut, so daß an Paschalis II. nach Rom die Bitte abging,den Erzbischof nicht zu bestätigen, bis näherer Bericht eingelaufensei. Hieraus erwuchs in Mailand ein heftiger, die innere Ordnungstörender Zwist, in dem Liutprand in Feindschaft gegen Grossolanverharrte, bis dieser, im Jahre 1103, die Stadt verlassen mußte.Dagegen blieb er in der Gunst des Papstes, so daß er bei diesemZuflucht suchen konnte; aber auch eine für Grossolan 1105 gescheheneSpnodalentscheidung führte ihn nicht nach Mailand zurück. Sowar die Kirche von Mailand Jahre hindurch ohne oberste Leitung,und die Wirren nahmen immer größeren Umfang an. Dergestaltwurde im October des Jahres 1111 beschlossen, daß ein Schieds-gericht entscheiden sollte, und bis zum 1. Januar 1112 kam es,nachdem Grossolan, der eine Wallfahrt zum heiligen Grabe an-getreten hatte, seines Ranges als verlustig erklärt worden war, zurErwählung des Jordanus de Clivi, eines der Geburt nach Mailandungehörigen Priesters. Freilich stellten sich seiner durch die anderenSprengelbischöfe vollzogenen Weihe die Bischöfe von Acqui — ebenAzo — und von Lodi, Arderich, entgegen, und es erfolgten, daein ansehnlicher Theil der Bevölkerung dennoch zu Jordan hielt,während dessen Ordination wieder blutige Zusammenstöße. Ebenjetzt schrieb Azo jene Aufforderung an Heinrich V., selbst nachItalien zu kommen, und bei der Entzweiung in Mailand wäre esnicht ausgeschlossen gewesen, daß die übermuthige Stadt, die erstkürzlich, 1110, Cremona besiegt, 1111 Lodi völlig niedergeworfenhatte, zur Unterwerfung hätte gebracht werden können. Dagegensuchte jetzt Jordan sich durch eine feste Anlehnung gegen Kaiser undPapst zugleich zu schützen. Es waren — und wohl deßwegen wandtesich auch kurz vor seinem Hinschied Liutprand von Jordan ab —nicht mehr die alten patarinischen Berechnungen, sondern aus-gesprochener weltliche Erwägungen, die Jordan bewogen, in Ver-bindung mit dem Bischof Bernhard von Pavia einen auf bindendeVerpflichtung beschworenen Bund der Städte Mailand und Paviain das Leben zu rufen °2).

"2) Landulf von St. Paulus in Compito, Ilistor. NeäiolLusvs., knüpftin e. 7 an das Bd. V, S. 149, in u. 69, Erwähnte an, mit der ErhebungGrossolan's als Erzbischof; dann folgen von c. 8 an die Anfechtungen gegenGrossolan bis in das Jahr 1103, wo — in e. 18 — dessen Weggang vonMailand erzählt wird, bis 1105 (in e. 20 die restitutio a SMoäo eslsbrutu) (da-zwischen ist von Anderem, so in o. 21 von Heinrich's IV. Ende, das die egrsZiustein, gus äiesbatur eooastg. — vergl. Bd. V, S. 283 n. 5 — voraus ver-kündigt habe, die Rede); in eo. 25 (wo auch Grossolan's Wallfahrt nachJerusalem) und 28 schließen sich die schon ob. S. 182 behandelten siegreichenKämpfe der Mailänder, der Jahre 1110 und 1111, an; mit e. 29 wird Vor-äauus äs 6Iivi eingeführt, dessen Erwählung in o. 31 steht, worauf e. 32 denepiseopus ^steusis unter den Jordanus entgegentretenden sukrnZnvsi st oom-xroviueintss episoopi nennt; e. 33 spricht von den durch die — Leruuräo spi-seopo kupieusi et Voräauo Neäiolausnsi eoussntieutibus — kupisusss st