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Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
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und kreuzlied. aber dieser vergleich wäre äuszerlich. diegeistliche lyrik ist doch mehr zufällig' als in Hartmanns jugend-leben begründet; die neigung zu einer betrachtenden poesiewar ja nur durch die damals beginnende kreuzpredigt in diesebahn geleitet worden, der dichter hatte keineswegs die freudean dem glanz des lebens und treibens der ritter und deshofes überhaupt verloren, sie war nur hinter anderen, nichtminder glänzenden bildern von abenteuern in dem sagenbe-rühmten Orient und hinter religiösen interessen zurückgetreten.

Der Übergang zur epischen erzählung, zum Artusromanbedeutet nur eine ganz consequente Weiterführung des bis da-hin gewonnenen Standpunktes, frauendienst und ,riterschaft,waren ja die beiden seiten des ritterlichen lebens. mit derVerherrlichung des ersteren hat Hartmann begonnen, bis erdazu gelangte sich völlig davon abzuwenden: im roman da-gegen beginnt nun der preis der letzteren, ein preis der sicheben so sehr steigert, der ebenso immer begeisterter wird, alsdas lob des minnedienstes verklang, haben wir in der periodevon Hartmanns lyrik im allgemeinen eine rückschreitende be-wegung, so ist die der epischen erzählung eine periode deskräftigsten vorwärtsstrebens.

Volkstümlicher, einfacher ist der Erec gehalten; er ist jaauch das anfangsglied der neuen reihe, dagegen ist der Iweinbereits das muster eines ritterromans für die feine gesellschaft.alles ist darin ,höfisch 1 , und elegant. mit einem male er-folgt der Umschlag: auch die Verherrlichung des ritters wirdaufgegeben. Hartmann hat bisher zer merlle den sinn ge-kehrt; nun wendet er ihn ze gote. die gründe dazu könnennur rein innerliche sein, und welche es sind, zeigt die einleitungdes Gregor, deren aussagen man nicht einfach ignorieren darf;denn Hartmann hat sich immer als sehr aufrichtig erwiesen.

Ernstere gedanken haben allmählich in der seele des zureiferen jähren gelangten diehters eingang gefunden, es reutihn, dasz er sicli durch sein , herze 1 hat dazu verleiten lassen,dinge zu erzählen, die zwar den lohn der weit einbringen,nicht aber gottes liuld. das haben ihm die jahre seiner un-erfahrenen jugend geraten. Jetzt weisz ich wohl 1 , fährt erfort, ,wer den einfiüsterungen des teufels gehör gebend aufseine jugend vertraut, darauf hin sündigt und denkt: du bist