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Hartmann von Aue als Lyriker : eine literarhistorische Untersuchung
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mit recht bemerkt auch in dem liede 216, 1 'ff. giebt esstellen, welche wider den höfischen ton sind, zt>. v. 28; 1214. auch hier tritt die dame mehr aktiv hervor, als manes erwartet, aber eben dasselbe, wenn auch nicht in solchemmasze, kann man in dem liede Hausens MF. 5455 bemerken,was mit dem eben erwähnten Hartmannischen gedieht sehrverwant ist. in noch viel stärkerem grade als bei Hartmannhat man das nebeneinander der echt höfisch conventioneilenart und des ungesclieut aufrichtigen wesens vieler damen desaltheimischen minnesangs (zb. Kürenb. 8, 1 ff. 9 ff. Eegensb. 16,23) bei Meinlob und auch z. t. Dietmar, und dieser umstandgiebt, glaube ich, eine ungezwungene erklärung der bei Hart-mann bemerkten, auffälligen stellen, man darf nämlich nichtauszer acht lassen, dasz wir uns in der zeit, wo Hartmannund Hausen ihre lyrischen dichtungen verfaszten (also bis 1190, hin), immer noch am anfang der neuen, von romanischenVorbildern fast völlig abhängigen richtung des minnesangs be-finden, also in einer zeit, wo sich die nachwirkungen des , alt-heimischen 1 minnesangs noch sehr bemerkbar machen konnten,da schwerlich mit einem schlage die alten lieder der frühemzeit verschwunden sein werden, wie Hartmann im Erec nochviel national-episches hat, was im Iwein von den französisch-höfischen elementen ganz verdrängt wird, so wird er auch inseinen lyrischen produkten das alte nicht ohne weiteres ver-schmäht, sondern auch lieder wie etwa solche von der artMeinlohs MF. 13, 14 ff. des Studiums und der nachahmung fürwert gehalten haben, im ganzen und groszen freilich steht ernamentlich in den letzten gediebten (nach der Klage) ganzauf den schultern Hausens, des Vertreters der neuen epoche,fern von der art eines Meinloh und z. t. Dietmar, welche nachStoff und auch äuszerer form als typische Vertreter der Über-gangsperiode gelten können.

Für die eebtheit spricht weiterhin, dasz die Klage, welcheungefähr in dieselbe zeit fällt, auszer anspielungen auf anderegedichte dieser periode 1 ) auch auf den inhalt des fraglichenliedes hinzndeuten scheint, indem sie eine längere ausein-andersetzung über die treulosigkeit der männer und derenfolgen giebt. vgl. Kl. 217 ff. besonders 221224= MF. 213, 1.

*) vgl. oben s. 38.