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nachweisbar, gegen die mitte des Jahrhunderts führt auch dieoben gemachte beobachtung über die einsilbigen takte imepischen verse. die technik desselben hat noch nicht diehöhe, welche Konrad von Würzburg darstellt, steht aber dochschon höher als zb. Rudolfs Barlaam. indessen mag daranauch die vorwiegend lyrische tätigkeit des Verfassers einigeschuld tragen.
Dasz sich nicht alle gedanken ganz genau bei Nifenwiederfinden, daran wird man wohl keinen anstosz nehmen;etwas freiheit musz man dem dichter doch lassen, umsomehrals bei einem gedieht Wiederholungen unerträglich sind, wäh-rend dieser anstosz bei zeitlich von einander getrennten ge-dichten fortfällt.
III. Unechte lieder.
Durch Übergehung bei der früheren besprechung habenwir als unecht folgende Strophen bezeichnet: ton VIII“: MF.212, 37 — 213, 28; X“ 214, 34 — 215, 13 + C 44. XV“ 320, 1 —321, 35. alle drei sind bereits angezweifelt worden.
VIII a : Der erste, welchem der von den andern gedichtenIlartmanns abweichende Charakter dieses liedes auffiel, warWilmanns 1 ). die sehr leidenschaftliche klage eines mädcliensüber den treulosen liebhaber scheint ihm von dem ton derandern Strophen sehr abzustechen und manches zu enthalten,was überhaupt im feinen minnesange kaum seines gleichenhabe, so besonders 213, 7. 15. die echtheit will er darumnicht anzweifeln. Burdach (s. 78) hält dagegen dieselbe fürnicht zweifellos, aus denselben gründen.
Richtig ist, dasz sich das lied in seinem ausdruck von denandern unsres dichters, die im ganzen wenigstens keineswegsleidenschaftlich zu nennen sind, unterscheidet, dasz es fürHartmann zu orginell, zu kräftig scheint, solche ironischeWendungen, wie 212, 37. 38: ob man mit lügen die sele nerl,sö rveiz ich den, der heilec ist, 213, 7. 8: sin lip ist alse valsche-lös, sam daz mer der ünde, 213, 15. 16: süezer rvorte ist er soms, daz man si möhte schriben sind eigentlich nicht Hartman-nisch; sie sind zu scharf ausgeprägt 2 ). dies also und überhaupt
') H. z. XIV, 152. 2 ) vgl. H. Kl. 262, wo dem ausdruck die
Prägnanz fehlt.